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"Bad Moms": Mütter-Kampf mit famoser Mila Kunis

Mila Kunis (links) und zwei Leidensgenossinnen haben genug von den Anforderungen als Mutter und lassen als "Bad Moms" Dampf ab.
Mila Kunis (links) und zwei Leidensgenossinnen haben genug von den Anforderungen als Mutter und lassen als "Bad Moms" Dampf ab.
Tobis Film GmbH

Drei völlig überforderte Mütter machen sich in einem Befreiungsschlag daran, es allen vermeintlich perfekten Müttern mal so richtig zu zeigen. An vorderster Front: eine betörende Hauptdarstellerin.

Amys (Mila Kunis) Tagesablauf macht einen ganz schwindlig - selbst im Kinosessel. Alles läuft schief an diesem Horror-Tag: Sie erscheint unter anderem zu spät zu einem Meeting und sieht sich auch noch genötigt, sich von ihrem nichtsnutzigen Mann zu trennen, nachdem sie diesen beim Online-Sex erwischt hat.

Nicht nur die weibliche Version von "Hangover"

Doch damit nicht genug: Am Nachmittag muss sich Amy auch noch von der Übermutter schlechthin, der impertinenten Gwendolyn (Christina Applegate aus "Eine schreckliche nette Familie") beim Elterntreff belehren lassen. Vor den versammelten Müttern verkündet die 32-Jährige, dass sie genug habe von der falschen Fassade der ach so perfekten Mutter. Den Tag beendet sie in einer Bar, wo sie sich mit Leidensgenossinnen besäuft und verbündet: Ab sofort verstehen sich die drei als "Bad Moms", und sowohl deren Männer als auch Kinder können sich auf was gefasst machen.

Glücklicherweise ist der Film nicht einfach nur die weibliche Version von "Hangover", der feuchtfröhlichen Erfolgsserie um ein chaotisches Männertrio des Autoren-Duos Jon Lucas und Scott Moore. Eben diesen beiden gelingt mit "Bad Moms" ein satirischer Blick auf einige Besonderheiten zeitgenössischer Elternschaft: von überfürsorglichen Helikopter-Eltern bis zu ewig gestressten, weil schon im Schulalter auf Karriere gepolten Kids.

Herausragende Mila Kunis

Ein Gutteil der Anziehungskraft von "Bad Moms" liegt an der wunderbaren Besetzung: Vor allem Mila Kunis ("Black Swan", "Freunde mit gewissen Vorzügen") sticht heraus. Ihre Rolle der so aparten wie überforderten Mutter hat Kunis mit Glaubwürdigkeit und Verve ausgestattet. Famos weiß sie die ambivalenten Gefühle ihrer Amy darzustellen: den Wunsch nach Freiheit einerseits und die unendlich große Liebe, die sie für ihre Kinder empfindet andererseits.

"Bad Moms" ist ein unterhaltsamer, meist sehr amüsanter sowie - vielleicht ist das die größte Leistung des Films - bei allem Humor und Getöse auch immer wieder bewegender Film. Mit ihrem Kampf der Mütter verbeugen sich die Regisseure, sowie letztlich auch alle Darsteller des Films, vor den gestressten Müttern dieser Welt.