Falscher Zug
Böhmermann berichtet von ungewöhnlicher Bahnfahrt 

Jan Böhmermann ist in den falschen Zug gestiegen und hat dann offenbar einen Sonderhalt erwirkt (Archivbild).
Jan Böhmermann ist in den falschen Zug gestiegen und hat dann offenbar einen Sonderhalt erwirkt (Archivbild).
Matthias Balk

Ist es Jan Böhmermann gelungen, einen Sonderhalt während seiner Zugfahrt zu erwirken? Die Deutsche Bahn will den Vorfall nicht direkt bestätigen, spricht aber von einer „absoluten Ausnahme”.

Weil er Anfang November in den falschen Zug gestiegen war, hat TV-Satiriker Jan Böhmermann nach eigenen Angaben beim Zugpersonal einen Sonderhalt durchgesetzt. Er habe von Hamburg bis Bremen fahren wollen, aber versehentlich einen Zug erwischt, der planmäßig ohne Zwischenstopp nach Essen fuhr, erzählte Böhmermann in einem neuen Podcast. Um dennoch pünktlich bei einer Abendveranstaltung der Bremer Zeitung „Weser-Kurier” erscheinen zu können, habe er den Zugchef um einen Sonderhalt gebeten.

Böhmermann berichtete in dem Podcast und zuvor bei der Veranstaltung der Zeitung, dass der Zugchef dem Sonderhalt in Lauenbrück (Kreis Rotenburg/Wümme) nach mehreren Gesprächen zugestimmt habe. Von dort sei er mit einem Regionalzug nach Bremen weitergefahren, so der Fernsehmoderator. Lauenbrück liegt etwa auf halbem Weg zwischen den beiden Hansestädten.

Deutsche Bahn hält sich bedeckt

Die Deutsche Bahn wollte den Vorfall am Montag nicht direkt bestätigen, erklärte aber auf Anfrage: „Es ist richtig, dass es für den IC 2195 am 2.11. einen Sonderhalt im Bahnhof Lauenbrück gab.” Ob Böhmermann Grund für den außerplanmäßigen Halt gewesen war, blieb offen.

Der zusätzliche Halt sei eine „absolute Ausnahme”, hieß von der Bahn. „Im Interesse aller Fahrgäste sollte dies wirklich ein Einzelfall bleiben. Wir weisen den Kollegen entsprechend darauf hin.” Konsequenzen habe die Aktion jedoch nicht.

Kommentare (1)

Dieses überhebliche Schandmaul hat in Deutschland als Vorkämpfer gegen Rechts Narrenfreiheit!