BESTSELLER-AUTORIN

Corona-Rebellin Monika Maron wechselt zu Hoffmann und Campe

Ihre Kontroverse mit dem S. Fischer Verlag hatte viel Aufsehen erregt. Nun hat Monika Maron, die seit Jahrzehnten einen Zweitwohnsitz in MV hat, einen neuen Verlag gefunden.
dpa
Monika Maron war in der Vergangenheit mit Kritik am Islam und der Politik der Bundesregierung angeeckt (Archivbild).
Monika Maron war in der Vergangenheit mit Kritik am Islam und der Politik der Bundesregierung angeeckt (Archivbild). Klaus-Dietmar Gabbert
Hamburg.

Nach der Trennung vom S. Fischer Verlag wechselt die Schriftstellerin Monika Maron (79, „Flugasche”) zum Hoffmann und Campe Verlag in Hamburg. Dort soll im Dezember eine neue Erzählung mit dem Titel „Bonnie Propeller” erscheinen, gefolgt von einem Essayband mit dem Titel „Was ist eigentlich los?”, der für April 2021 geplant ist. Zugleich arbeite die Autorin an einem neuen Roman, der ebenfalls bei Hoffmann und Campe erscheinen wird, teilte der Verlag am Montag in Hamburg mit.

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Verlag trennte sich von Monika Maron

Maron hatte über Jahrzehnte beim S. Fischer Verlag (Frankfurt) veröffentlicht, darunter viele Bestseller. Im Oktober hatte der Verlag jedoch angekündigt, der Autorin keine neuen Buchverträge anzubieten.

Begründet hatte der Verlag die Trennung mit Marons Essayband in der „Exil”-Reihe der Edition Buchhaus Loschwitz und dem Vertrieb dieser Buchreihe durch den Antaios-Verlag von Götz Kubitschek. Der Verfassungsschutz zählt das „Institut für Staatspolitik” des Verlegers Kubitschek zum Netzwerk der „Neuen Rechten”, in dem rechtsextremistische bis rechtskonservative Kräfte verortet werden.

Maron hatte in einem Interview der „Welt” von einem „Rausschmiss” durch Fischer nach 40 Jahren gesprochen. Außerdem sagte sie: „Dass der politisch mir ferne Kubitschek die Bücher vertreibt, wusste ich nicht – zeigen Sie mir mal einen Autor, der sich um den Vertrieb kümmert.” Zahlreiche Autoren hatten die Entscheidung des S. Fischer Verlags kritisiert. Die Schriftstellerin Thea Dorn bezeichnete die Entscheidung als „fatales Einschüchterungssignal” an alle Autoren.

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„Im freiheitlichen Geist von Heine”

Maron sagte zu ihrem Wechsel zu Hoffmann und Campe, wo auch die Bücher des Dichters Heinrich Heine (1797-1856) erscheinen: „Heinrich Heine war meine erste literarische Jugendliebe, die nun unverhofft zu einer symbolischen Altersliebe wird.” Hoffmann und Campe sei einer der wenigen Verlage in Deutschland, die konzernunabhängig geführt werden. Die Gespräche mit Verleger Tim Jung hätten sie überzeugt – „seine Pläne für die Zukunft des Verlages ganz im freiheitlichen Geist von Heine”, sagte die Schriftstellerin laut Mitteilung.

„Monika Maron ist eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen der Gegenwart, die mit ihrem Schaffen dem gesellschaftlichen Diskurs, der für eine lebendige Demokratie unabdingbar ist, immer wieder wichtige Impulse gibt”, sagte Verleger Jung. Zugleich wohne ihrem Werk eine tiefe Menschlichkeit und poetische Eleganz inne.

Zweitwohnsitz in MV

Die bekannte Schriftstellerin, die seit Jahrzehnten einen Zweitwohnsitz in MV hat, äußerte sich wiederholt kritisch zur Politik der Bundesregierung in Sachen Integration und Islam. Im Frühjahr war Maron als Rebellin gegen die Corona-Verordnung in MV in die Schlagzeilen geraten.

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Maron galt schon zu DDR-Zeiten als kritische Autorin. Ihr Debütroman „Flugasche”, der sich mit der Umweltverschmutzung in der DDR auseinandersetzt, wurde dort nicht verlegt, stattdessen wurde das Werk vom westdeutschen Verlag S. Fischer veröffentlicht. Die seitdem bestehende Zusammenarbeit hatte der Verlag nun beendet.

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Kommentare (6)

Dankeschön vor 1989 legal ausreisen durfte.

Die Umweltverschmutzung in der DDR war dann weit weg.

Lebensläufe bitte weglassen oder detaillierter wiedergeben.

Sie wissen schon, dass es heutzutage leicht ist, Informationen über Monika Maron (Buch "Flugasche", Stasi-Operation "Wildsau" oder die Stasizeit Marons) im Internet zu finden und korrekt wiederzugeben.

Man muss es aber auch tun!

Dann wissen Sie ja, dass Ihr Text kompletter Unfug ist, mit Ausnahme der Überschrift.

Warum? Wenn ich einen Artikel lese, möchte ich umfassend informiert werden. Und nicht nachrecherchieren müssen.

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