TV-Tipp
Kommissarin rätselt in Usedom-Krimi über Wasserleiche

Der Auftakt für die Dreharbeiten zum mittlerweile zehnten „Usedom-Krimi“ mit dem bezeichnenden Arbeitstitel „Strandgut“.
Der Auftakt für die Dreharbeiten zum mittlerweile zehnten „Usedom-Krimi“ mit dem bezeichnenden Arbeitstitel „Strandgut“.
Matthias Diekhoff

Während die Dreharbeiten zum zehnten Usedom-Krimi auf der Insel Usedom noch laufen - im Mittelpunkt stehen starke Frauen mit dunkler Vergangenheit -, flimmert am Donnerstag um 20.15 Uhr der achte Usedom-Krimi im Fernsehen. In „Mutterliebe“ geht es um Mord aus Notwehr.

Für gewöhnlich geht es um diese Jahreszeit am Strand von Usedom eher gemächlich zu. Wenn allerdings eine Leiche angespült wird, ist es mit der Ruhe vorbei. Polizisten, Kriminaltechniker und Gerichtsmediziner scharen sich um den Körper, der offenbar schon länger im Wasser gelegen hat.

Touristen filmen und fotografieren – gerne auch sich selbst mit einem prominenten Schauspieler an der Seite. Denn das, was an der Bansiner Seebrücke für Aufsehen sorgte, war zum Glück kein Ernstfall, sondern „nur“ der Auftakt für die Dreharbeiten zum mittlerweile zehnten „Usedom-Krimi“ mit dem bezeichnenden Arbeitstitel „Strandgut“.

Noch bis zum 20. März wird unter anderem in Bansin, Rankwitz, Morgenitz und Swinoujscie (Swinemünde) gedreht. Geplant sind insgesamt 13 Drehtage, sagt Produzent Tim Gehrke, der auch schon mal einen kleinen Einblick in die Handlung der zehnten Folge gab. Dabei werde nicht nur die Wasserleiche eine Rolle spielen, sondern auch Kampfmittel, die seit dem Zweiten Weltkrieg auf dem Meeresgrund vor Usedom liegen und auch an Land für Gefahren und Konflikte sorgen.

Verschollene Mutter der Kommissarin?

Nicht zuletzt wird es auch wieder um die Ex-Staatsanwältin Karin Lossow (Katrin Sass) und Kriminalkommissarin Ellen Norgaard (Rikke Lylloff) sowie die Schatten in der Vergangenheit der beiden Frauen gehen. Schließlich hat die eine ihre Tochter auf tragische Weise verloren und die andere ist noch immer auf der Suche nach ihrer Mutter.

Achte Usedom-Krimi „Mutterliebe“

Ob es sich bei der Wasserleiche um die verschollene Mutter der Kommissarin handelt, werden die Zuschauer erst in ein paar Monaten erfahren. Schon an diesem Donnerstagabend  (20.15 Uhr, ARD) ist allerdings der achte Usedom-Krimi mit dem Titel „Mutterliebe“ im Ersten zu sehen. Darin wird Polizeiobermeister Holm Brendel (Rainer Sellien) vom Kommissariat Heringsdorf die gern auf eigene Faust ermittelnde Karin Lossow bitten, seine Jugendliebe Martina Gentsch in der Swinemünder Haftanstalt zu besuchen, um sich ein Bild von deren Fall zu machen.

Die sitzt dort seit zwei Jahren in Untersuchungshaft, weil sie ihren Geliebten erschossen haben soll – aus Notwehr, wie sie sagt. Doch die Anklage lautet auf Mord. Der ermittelnde polnische Kommissar Lucjan Gadocha habe Beweise vom Tatort entfernt, beteuert Martina. Doch der Ex-Staatsanwältin fällt es schwer, ihr zu glauben.

Sensibler Polizist

Für die Figur Holm Brendel sei das ein eher ungewöhnlicher Fall, erklärte der Schauspieler Rainer Sellien schon mal vorab. Die sei nämlich eher als bodenständig und optimistisch angelegt, mit weit weniger „Drama“ im Hintergrund, als die weiblichen Protagonisten der Serie. Dass sich der Polizist so für seine Jugendliebe engagiert, zeige aber, dass er auch sensibel sein könne.

Also rundherum ein Typ, mit dem man sich hierzulande identifizieren könne, hofft der Schauspieler. Dass Brendel und die dänische Kollegin sich im Verlauf der Serie doch noch etwas näher kommen, so wie es sich am vergangenen Donnerstag in der Folge „Geisterschiff“ zart andeute, wird aber wohl nicht passieren. „Das bleibt rein kollegial“, stellte Rainer Sellien klar.