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Der Hundert(ein)jährige ist zurück

Robert Gustafsson spielt die Hauptrolle Allan in „Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand”. Der Film kommt am 16. März ins Kino.
Robert Gustafsson spielt die Hauptrolle Allan in „Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand”. Der Film kommt am 16. März ins Kino.
Concorde Filmverleih GmbH

Hunderteins und immer noch Hummeln im Hintern: Der Hundertjährige kehrt zurück auf die Kinoleinwand. Diesmal macht sich der Greis auf die Jagd nach einem Geheimrezept – und erlebt sein erstes Mal.

Nach dem schwedischen Kinoerfolg „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand” hatte sich Hauptdarsteller Robert Gustafsson geschworen, nie wieder in die Rolle des Greises zu schlüpfen. Fünf Stunden lang saß der Schwede immerhin über Monate jeden Tag in der Maske, um sich in den alten Sonderling zu verwandeln.

„Das war so schmerzhaft mit dem Make-up und dem ganzen Zeug”, erinnert sich der 52-Jährige. Als er das Skript für eine Fortsetzung zu lesen bekam, habe er deshalb sehr gehofft, dass er es nicht mögen würde. „Aber dann habe ich gemerkt: Scheiße, das ist eine gute und witzige Geschichte”, sagt Gustafsson. Jetzt kommt „Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand” auch bei uns ins Kino.

Allan Karlsson ist inzwischen 101 Jahre alt, lässt sich in einem Luxushotel auf Bali die Sonne auf den Pelz scheinen und langweilt sich. Deshalb prellen der alte Mann, der mit Vorliebe Dinge in die Luft jagt und in seinem langen Leben immer wieder in Wendepunkte der Weltgeschichte verwickelt war, und sein Kumpel Julius die Zeche und machen sich auf den Weg nach Berlin.

Fortsetzung kommt ohne Romanvorlage aus

Hier wollen sie das Rezept der sowjetischen Super-Limonade „Volkssoda” auftreiben, deren Erfindung Allan vor vielen Jahrzehnten zufällig ermöglicht hat, indem er mit seiner Zigarre einen Mülleimer in Brand gesetzt hatte.

Mit einer Mischung aus Naivität und „leichtem Autismus”, wie ihn Gustafsson dem 101-Jährigen attestiert, führt dieser die urkomischsten Situationen herbei, ohne selbst ein einziges Mal zu lachen. „Er hält nicht so viel von Humor, glaube ich”, sagt Regisseur Felix Herngren. Egal, welcher Verfolger sich auf der Jagd nach dem Geheimrezept an die Fersen des Greises heftet, kommt dieser immer unbeschadet davon.

Das Universum und die eigentümlichen Charaktere, die Bestseller-Autor Jonas Jonasson in seinem Debütroman um den Hundertjährigen erschuf, finden sich auch in der Fortsetzung wieder. Doch anders als der erste Teil hat Der Hunderteinjährige nun keine Romanvorlage. Jonasson hatte zwar Ideen für die Story, das Drehbuch schrieb aber Herngren, der mit seinem Bruder Måns auch Regie führte.

Das erste Mal mit einer 96-Jährigen

Nicht aushalten konnten die Filmemacher den Gedanken, dass der Greis möglicherweise als Jungfrau sterben muss. Denn seit seine „Spielkugeln kurzgeschlossen” wurden, als Karlsson noch ein junger Mann war, hatte ihm nicht der Sinn nach Sex gestanden. „Er sollte einige sexuelle Erfahrungen machen, bevor er stirbt”, erklärt Gustafsson. Und so entjungfert Amanda Einstein, die 96-jährige Witwe von Alberts Halbbruder Herbert, bei der Karlsson das Limonadenrezept versteckt zu haben meint, den Rentner kurzerhand.

Karlsson überlebt sowohl den Geschlechtsakt als auch die aufregende Jagd nach dem geheimen Limo-Rezept. Und Gustafsson ist der Vorstellung, sich noch einmal in den Greis zu verwandeln, inzwischen nicht mehr so abgeneigt: „Wir werden sehen, ob er die 102 schafft.”