ESC 2019

Die Niederlande gewinnen den Eurovision Song Contest

Herzschlagfinale beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv: Am Ende ging es um die Niederlande, Nordmazedonien oder Schweden. Den Ausschlag gaben schließlich die Stimmen des Publikums, welches für den deutschen Auftritt gar nichts übrig hatte.
dpa
Duncan Laurence aus den Niederlanden hat den Eurovision Song Contest 2019 gewonnen. nimmt seine Trophäe entgegen. Links steht Moderator Assi Azar.
Duncan Laurence aus den Niederlanden hat den Eurovision Song Contest 2019 gewonnen. nimmt seine Trophäe entgegen. Links steht Moderator Assi Azar. Ilia Yefimovich
Zuschauer beim Finale des Eurovision Song Contests (ESC) 2019.
Zuschauer beim Finale des Eurovision Song Contests (ESC) 2019. TSAFRIR ABAYOV
Carlotta Truman (l) und Laurita Spinelli vom Duo S!sters aus Deutschland. Vor allem die Publikumwertung (0 Punkte) enttäuschte.
Carlotta Truman (l) und Laurita Spinelli vom Duo S!sters aus Deutschland. Vor allem die Publikumwertung (0 Punkte) enttäuschte. Ilia Yefimovich
Tamara Todevska aus Nordmazedonien lag bei der Jurywertung ganz weit vorne, vom Publikum gab es aber nur wenige Punkte.
Tamara Todevska aus Nordmazedonien lag bei der Jurywertung ganz weit vorne, vom Publikum gab es aber nur wenige Punkte. SEBASTIAN SCHEINER
Tel Aviv.

Die Niederlande haben den 64. Eurovision Song Contest gewonnen, Deutschland landete auf Platz 24. Die Kandidatinnen des Duos S!sters («Sister») waren standen nach der Jurywertung (32 Punkte) noch auf dem 21. Platz, erhielten dann aber als einzige Interpreten an diesem Abend 0 Punkte vom Publikum. Sie setzten damit die deutsche Misserfolgsserie fort, die nur im letzten Jahr unterbrochen wurde, als Michael Schulte überraschend auf Platz vier kam.

Für die Niederlande ist es der fünfte Sieg - zuletzt gewann das Land 1975. Der 25-jährige Duncan Laurence traf mit «Arcade» den Geschmack des Publikums und der Jury. Der Niederländer sang am Piano sitzend eine berührende Ballade über die schmerzhaften Seiten der Liebe und ein gebrochenes Herz. Auf Rang zwei schaffte es Italien. Russland landete auf dem dritten Platz.

Nordmazedonien, das 237 Punkte von der Jury bekam und somit zunächst auf dem zweiten Rang stand, bekam auch die Macht des Publikums zu spüren und musste sich schließlich mit Platz 8 begnügen.

Madonna präsentiert neuen Song

Madonna sorgte mit ihrem bis vor wenigen Tagen noch auf der Kippe stehenden Auftritt während der Abstimmungspause für Entzückung bei den Zuschauern. Die Pop-Ikone sang - etwas schief - ihren Hit «Like a Prayer» umgeben von Kutte tragenden Statisten. Danach präsentierte die Amerikanerin mit dem US-Rapper Quavo den nach Jamaika und Dancehall klingenden neuen Song «Future». 26 Lieder konkurrierten beim Finale.

Zum fünften Mal war das ferne Australien als Ehrengast dabei, weil es dort viele Fans der Show gibt. Insgesamt nahmen am ESC in diesem Jahr 41 Länder teil. 15 Beiträge wurden in den beiden Semifinals (Halbfinals) aussortiert. Neben Deutschland sind als große Geldgeber automatisch Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien fürs Finale gesetzt, ebenso der Gastgeber, also diesmal Israel.

Deutschland hat bisher zweimal den ESC gewonnen: 2010 mit Lena und 1982 mit Nicole. Der Eurovision Song Contest fand in Tel Aviv statt, weil die israelische Sängerin Netta Barzilai im vergangenen Jahr mit ihrem Song «Toy» gesiegt hatte.

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Kommentare (2)

0 Punkte von Zuschauern aus anderen Ländern.
Deutschland scheint ja in den letzten Jahren richtig beliebt geworden zu sein. Die 0 Punkte gehen nicht and die deutschen Gesangskünste, sondern an die Großmachtsfantasien unser Regierung. Die keine Gelegenheit auslässt unseren Partnern in der Welt vor den Kopf zu stoßen, Sich geschäftlich auf Diktatoren und anderen Abschaum einzulassen, [Anm.d.Red.: Worte gelöscht. Bitte halten Sie sich an unsere Netiquette.] und sich dann auch noch zu erdreisten sich in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen. Das ist es, was die Zuschauer bewegt hat, uns 0 Punkte zu geben.

Das zeigt doch eindeutig, wie verhasst die Deutschen doch weltweit sind, nicht nur in Israel. Frankreich, England und Skandinavien gehören ja wohl auch dazu. Die haben ja auch allen Grund dazu. Da können unsere Politiker arschkrichen wie sie wollen , daß wird sich auf Dauer auch nicht ändern.