Trauer- oder Werbeanzeige?

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Dieter Bohlen empört mit Instagram-Video zu Küblböck-Verschwinden

“Be one with the Ocean” – “Sei eins mit dem Ozean”: In diesem Pulli äußert sich Dieter Bohlen zum Verschwinden von Ex-DSDS-Kandidat Daniel Küblböck.
“Be one with the Ocean” – “Sei eins mit dem Ozean”: In diesem Pulli äußert sich Dieter Bohlen zum Verschwinden von Ex-DSDS-Kandidat Daniel Küblböck.
Screenshot Instagram/ Fredrik von Erichsen

Ex-DSDS-Kandidat Daniel Küblböck soll auf einer Kreuzfahrt über Bord gegangen sein. Nun äußerte sich Dieter Bohlen zu dem Vorfall – und erntete einen Shitstorm.

Daniel Küblböck, der in der ersten Staffel “Deutschland sucht den Superstar” (DSDS) im Jahr 2003 den dritten Platz belegte, ist seit Sonntag verschwunden. Der heute 33-Jährige war nach Angaben des Anbieters Aida Cruises bei einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York in der Labrador See, ungefähr 100 Seemeilen (etwa 185 Kilometer) nördlich von St. John's/Neufundland, über Bord gegangen. Es gebe Grund zu der Annahme, dass er absichtlich gesprungen sei, hieß es weiter.

Auf Instagram äußerte sich nun auch DSDS-Juror Dieter Bohlen zum Verschwinden des inzwischen als Daniel Kaiser-Küblböck auftretenden Sängers und Entertainers. „Ich kann es irgendwie im Moment weder fassen noch glauben”, sagt Bohlen darin. Küblböck sei im Fernsehen zwar ein “unheimlich lustiges Kerlchen” gewesen, privat habe er mitunter aber auch “unheimlich traurig und unheimlich depressiv” gewirkt. Darum könne er sich auch vorstellen, dass Küblböck „das wirklich gemacht hat”, in einer “Kurzschlusssituation”, so Bohlen weiter.

Instagram-Video ist als Anzeige gekennzeichnet

„Ich hoffe natürlich immer noch, dass irgendwie auf einmal jetzt kommt: Den haben sie irgendwo gefunden, im Maschinenraum, oder keine Ahnung und es war nur ein Versehen”, sagte der DSDS-Juror, der einen großen Anteil an Küblböcks Bekanntheit hat. Doch die Zuschauer scheinen ihm die Betroffenheit nicht so recht abzunehmen. Der Grund: Das Video ist als Anzeige gekennzeichnet, Bohlen trägt darin einen Pulli mit dem Aufdruck “Be one with the Ocean”. Zu Deutsch: “Sei eins mit dem Ozean”. Und dann ist in der Beschreibung des Videos auch noch der Name des Verschwundenen falsch geschrieben: „Daniel Kübelböck” heißt es dort.

 


 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Daniel Kübelböck #anzeige

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„Bei dem Pulli fragt man sich echt wie ernsthaft das Gesagte ist und ob das nur Show ist”, heißt es in den Kommentaren zu dem Instagram-Video oder: „Völlig daneben den Pulli, den der trägt. Respekt gleich Null! Werbtrommel rühren um jeden Preis.” Eine Nutzerin rät Bohlen: „Ich würde Deinen PR-Berater fristlos kündigen. Die Idee mit dem Sweater war nix...” und eine weitere empfiehlt ihm, „den Namen richtig zu schreiben”.

Im Normalfall berichtet der Nordkurier nicht über Selbsttötungen oder Suizidversuche. Ausnahmen bilden unter anderem Fälle, die sich in der Öffentlichkeit abspielen bzw. die Öffentlichkeit gebeten wurde, bei der Suche zu helfen.

Wer Selbstmordgedanken hat, sollte sich bitte an die Telefonseelsorge wenden. Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und 24 Stunden am Tag unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Der Anruf taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis.