Wird im Osten mehr getrunken – und was hat das mit der DDR zu tun? Eine TV-Doku geht dem Trinkverhalten im deutschen Ost
Wird im Osten mehr getrunken – und was hat das mit der DDR zu tun? Eine TV-Doku geht dem Trinkverhalten im deutschen Osten nach. (Archivbild Stadtmuseum Jena) Hendrik Schmidt
Trinkverhalten

„Ein Bier ist kein Bier” – Doku über Alkohol in Ostdeutschland

Wird im Osten mehr gesoffen als im Westen? Und wenn ja: Warum ist das so? Diesen Fragen ist eine Fernsehdoku nachgegangen, die jetzt im MDR ausgestrahlt wird.
dpa
Berlin

Schauen die Menschen in Ostdeutschland tiefer ins Glas als im Westen? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Dokumentation des MDR-Fernsehens. Einen stärkeren Alkoholkonsum im Osten legt zumindest die Statistik nahe. Demnach ist der Anteil der Menschen mit einer diagnostizierten Alkoholabhängigkeit zuletzt im Osten deutlich höher gewesen als in den alten Bundesländern.

Doch warum ist der Alkohol insbesondere im Osten so ein Problem? Dafür gibt es laut der MDR-Doku „Ein Bier ist kein Bier: Ostdeutschland und der Alkohol“ mehrere Gründe. So zeigten sich laut Suchtexperten unter anderem alte Muster der DDR-Trinkkultur.

Trink-Trend ist rückläufig

Vor der Wende wurde nicht selten schon nach Betriebsschluss die erste Flasche Schnaps auf den Tisch gestellt. Außerdem war der Alkohol im Osten für die meisten das einzige erhältliche Rauschmittel. „Und dann war da ja noch die Wende“, heißt es in der Doku.

Doch der Trend ist rückläufig. Insgesamt trinken die Deutschen immer weniger Alkohol. Eine ganze „Sober“-Kultur (sober ist Englisch für nüchtern) ist entstanden – mit Partys und Festivals ohne Alkohol. Ein Treiber sind viele Jüngere mit einem neuen Gesundheitsbewusstsein. Die Doku zeigt, wie es auf solchen Veranstaltungen zugeht. Ausgestrahlt wird die Sendung in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (21./22. September) um 1.55 Uhr. Der 35-minütige Beitrag ist auch in der MDR-Mediathek abrufbar.

 

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