KINDERBUCH

Elefantenpups gibt es jetzt auf Chinesisch

Mit großem Erfolg wurde die chinesische Fassung des Buches jetzt in Peking uraufgeführt. Die Abenteuer der Zoo-Tiere kommen auch auf der anderen Seite der Erde sehr gut an.
Das junge Orchester feiert die gelungene Premiere in Peking.
Das junge Orchester feiert die gelungene Premiere in Peking. nan
Heidi Leenen freut sich über die chinesische Version des "Elefantenpups".
Heidi Leenen freut sich über die chinesische Version des "Elefantenpups". privat
Komponist Stefan Malzew bei der Uraufführung des Elefantenpups mit den Nordkurier-Sinfonikern 2019
Komponist Stefan Malzew bei der Uraufführung des Elefantenpups mit den Nordkurier-Sinfonikern 2019
Neubrandenburg ·

Heidi Leenen kann sich gut an ihre erste Begegnung mit China erinnern. Die Autorin warb 2009 an einem Stand der Frankfurter Buchmesse für den gerade erschienenen ersten Band der Zoo-Orchester-Reihe „Der Elefantenpups – Direktor Fröhlich und das Zoo-Orchester“. „Plötzlich kam eine chinesische Delegation vorbei, und die waren sofort begeistert“, sagt Heidi Leenen. Von den Illustrationen, der klassischen Musik und nicht zuletzt von den Pinguinen, Eisbären, Zebras und anderen Tieren, die für den vollen Orchester-Klang sorgen. Rasch kam der Auftrag, eine Fortsetzung zu schreiben mit einem chinesischen Tier.

Seitdem hat Heidi Leenen die weiteren Bände der Elefantenpups-Geschichten auch mit Blick auf das Riesenland in Fernost geschrieben. So spielt im zweiten Teil, „Der Elefantenpups – Ein tierischer Geheimplan“, die Pandadame Mei Yue die tragende Rolle. Die schwarz-weiße Bärin hat großes Heimweh. Das Zoo-Orchester heitert sie mit tollen Aktionen und Melodien auf.

Geschichten begeistern in Nordost und Fernost

Im dritten Band soll der Zoo einer Autobahn weichen, doch die Tiere retten ihn mit einer musikalischen Demo und klugen Ideen. „Rettet den Zoo“ wurde mit der Neubrandenburger Philharmonie und Stefan Malzew in der Konzertkirche eingespielt und mit dem Medienpreis Leopold ausgezeichnet.

2019 erschien dann der vierte Band der Reihe, „Der Elefantenpups – Mit dem Zoo-Orchester um die Welt“ im Nordkurier-Buchverlag mecklenbook.de. Mit der Uraufführung in der Neubrandenburger Konzertkirche, bei der Malzew als Komponist selbst am Pult stand, und weiteren Kinderkonzerten in Kleinstädten im Nordosten hat sich gezeigt, dass die Geschichten um die sensible Giraffe Belle an der Harfe, die fiedelnden Wildkatzen oder die Dickhäuter, die in die Tuba und Posaune pusten, auch die Mädchen und Jungen hierzulande im wahrsten Sinne von den Sitzen reißen.

Auch im vierten Band steht das Panda-Mädchen Mei Yu im Mittelpunkt. Überraschend bekommt die kleine Bärin Post von ihren Freunden aus Shanghai, die sie zu einem großen Lampionfest in ihre Heimat einladen. Zusammen mit dem Orchester und Tierpfleger Timo begibt sie sich auf einem Handelsschiff auf die Reise. Passend zu den Ländern, die die tierische Musikantentruppe passiert, hat Malzew die Musik komponiert, eingespielt von der Neuen Philharmonie MV.

Auf die Fortsetzung der Elefantenpups-Geschichte haben auch Heidi Leenens Fans in Fernost gewartet. Seit Kurzem hält die glückliche Autorin die chinesische Übersetzung in den Händen. Das sei natürlich ein super Gefühl, zumal in diesen Corona-Zeiten, in denen Heidi Leenen zahlreiche Auftritte mit dem Elefantenpups und der fröhlichen Schnecke „Emma“, einem weiteren ihrer musikalischen Kinderbücher, absagen musste.

Da gibt ihr die Post aus China, die sie kürzlich in ihrer Heimatstadt Geldern (Nordrhein-Westfalen) erreichte, natürlich neue Motivation und Kraft. „Es ist ein tolles Gefühl zu erfahren, dass Kinder auf der anderen Seite der Welt die Bücher und ihre Botschaft ebenso mögen wie Kinder hier und viel Freude mit dem Zoo-Orchester haben“, sagt Heidi Leenen. 2017 hat sie live miterlebt, welche Begeisterung der Mix aus einer spannenden Geschichte und klassischer Musik in China auslösen kann, als dort eines der „Elefantenpups“-Konzerte aufgeführt wurde.

Signierstunden, die kein Ende nehmen wollen

Allein die viel größeren Dimensionen seien „unfassbar“. Die Premiere hat sie in der 20-Millionen-Metropole Chongqing erlebt. Konzertsäle mit 2000, 3000 Besuchern, zu denen man mit Rolltreppen kommt. „Signierstunden, die kein Ende nehmen wollten und so viele glückliche Gesichter“, erinnert sie sich.

Auch Malzew kennt das klassische Konzertwesen Chinas nach mehreren Besuchen. Die lustige Schnecke „Emma“, für die er ebenfalls die Musik komponierte, sei in Fernost sehr gut angekommen. Zurzeit arbeitet der frühere Generalmusikdirektor der Neubrandenburger Philharmonie an einem Auftrag aus China, einem Mix aus klassischer und chinesischer Musik. „Das Konzertfeeling ist ganz anders als bei uns. Die klassische Konzertsaal-Etikette zählt nicht so viel. Aber die Chinesen haben große Lust auf Klassik.“

 

Der Elefantenpups – mit dem Zoo-Orchester um die Welt. Inklusive Hörspiel-CD und Poster; CD mit Sprecher Stefan Kaminski und KiKA-Moderator Juri Tetzlaff; Musik Stefan Malzew; Im Online-Shop des Nordkurier (shop.nordkurier.de) und im Buchhandel.

 

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neubrandenburg

zur Homepage