FÜNFTEILIGER ZYKLUS GEHT ZU ENDE

Festspiele inszenieren Störtebekers Tod

Störtebeker verliert in diesem Jahr seinen Kopf: Auf der Naturbühne Ralswiek haben die Vorbereitungen für die 25. Störtebeker-Festspiele begonnen, die zugleich einen Zyklus um das Leben des legendären Piraten beenden. Neuerungen gibt es bei der Regie.
Martina Rathke Martina Rathke
Auf der Naturbühne wird an den Kulissen für die Störtebeker-Festspiele 2017 gearbeitet. Bühnenbauer haben inzwischen die Kulissen mit der Stadtsilhouette von Hamburg und Marienhafe errichtet.
Auf der Naturbühne wird an den Kulissen für die Störtebeker-Festspiele 2017 gearbeitet. Bühnenbauer haben inzwischen die Kulissen mit der Stadtsilhouette von Hamburg und Marienhafe errichtet. Stefan Sauer
Ralswiek.

Die Störtebeker-Festspiele auf der Insel Rügen rüsten sich für ihre 25. Festspielsaison. Das Stück „Im Schatten des Todes”, das am 24. Juni auf der Naturbühne Ralswiek seine Premiere erleben soll, erzählt die Geschichte von Störtebekers Tod auf dem Hamburger Grasbrook im Jahr 1401. Mit diesem Stück geht ein fünfteiliger Zyklus um das Leben des legendären Piraten zu Ende.

Für das Stück wurde das Bühnenbild komplett umgebaut, wie Intendant Peter Hick sagte. Bühnenbauer haben inzwischen die Kulissen mit der Stadtsilhouette von Hamburg und Marienhafe errichtet. In dem kleinen friesischen Ort soll Störtebeker auf seiner Flucht vor der Hanse, Dänemark und dem deutschen Ritterorden Zuflucht gefunden haben. Noch in diesem Monat sollen die Kulissen ihren Farbanstrich erhalten.

Neue Investitionen in Technik und Infrastruktur

Bastian Semm als Störtebeker und Andreas Euler als Goedeke Michels übernehmen erneut die Hauptrollen. Regie führt erstmals der Greifswalder Marco Bahr. Er stand im vergangenen Jahr als Konrad von Jungingen auf der Störtebeker-Bühne. Die von Hick (70) gegründeten Störtebeker-Festspiele mit jährlich rund 150 Mitwirkenden gelten als größtes Sommer-Open-Air in Deutschland. Im vergangenen Jahr sahen rund 351.000 Zuschauer das Hau- und Degenstück.

Im Jubiläumsjahr investierte die Festspielleitung kräftig in Infrastruktur und Technik. So sei die Tonanlage aufgerüstet und die Lichtanlage um witterungsfeste Scheinwerfer ergänzt worden, sagte Hick. Eine der vier Koggen wurde auf der Werft in Lauterbach generalüberholt, neue Pferde wurden gekauft.

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