„GAULT&MILLAU”

Günther Jauch ist "Gastronom des Jahres"

Günther Jauch wurde vom Restaurant-Führer „Gault&Millau” zum „Gastronom des Jahres” gekürt. Ein Chefkoch aus Warnemünde ist Aufsteiger des Jahres in MV.
dpa
Günther Jauch ist vom Restaurant-Führer „Gault&Millau” zum „Gastronom des Jahres” gek&uu
Günther Jauch ist vom Restaurant-Führer „Gault&Millau” zum „Gastronom des Jahres” gekürt worden. Daniel Reinhardt
Günther Jauch bei der Eröffnung des Restaurants „Villa Kellermann”, das er in Zusammenarbeit mit Spitzen
Günther Jauch bei der Eröffnung des Restaurants „Villa Kellermann”, das er in Zusammenarbeit mit Spitzenkoch Tim Raue führt. Friedrich Bungert
Spitzenkoch Tim Raue.
Spitzenkoch Tim Raue. Friedrich Bungert
München.

Günther Jauch (63, „Wer wird Millionär”) hat erst vor wenigen Wochen ein Restaurant eröffnet – und bekommt schon eine Auszeichnung dafür: Der Restaurant-Führer „Gault&Millau” hat ihn zum „Gastronom des Jahres” in Deutschland gekürt. Die Tester urteilten über seine „Villa Kellermann” in Potsdam: „Er ließ ein Stück Kulturgut aufwendig renovieren, öffnet es für ein genussfreudiges Publikum und schenkt Potsdam in Zusammenarbeit mit Tim Raue ein Vorzeigerestaurant mit weltläufigem Flair.”

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„Villa Kellermann” in Potsdam

Auf der Speisekarte stehen etwa „Entenleberterrine Sanssouci”, Rindertatarstulle mit Sauerampfer und Saiblingskaviar oder „Königsberger Klopse”. Jauch, der in Potsdam lebt, kaufte die Villa gegenüber dem Schloss Cecilienhof vor gut drei Jahren und ließ sie denkmalgerecht sanieren. Das im Jahr 1914 errichtete Gebäude am Heiligen See ist nach Schriftsteller Bernhard Kellermann („Der Tunnel”) benannt.

Zu DDR-Zeiten wurde es vom DDR-Kulturbund genutzt – als öffentlicher Treffpunkt von Intellektuellen, Künstlern und Schriftstellern. Nach der Wende wurde in der Villa einige Jahre lang ein beliebtes Restaurant mit italienischer Küche betrieben.

Jauch schmeckt nach eigenen Angaben bisher alles, was er in seinem Restaurant probiert hat. Aber: „Eisbein hab ich ausgelassen”, verriet Jauch in der Talkshow „Hier spricht Berlin” vom 1. Oktober schmunzelnd. Die Nachfrage nach der „Villa Kellermann” ist so groß, dass Jauch dort auch nicht essen kann, wann er möchte – deshalb habe er darum gebeten: „Sie mögen mir Bescheid sagen, wenn wieder was frei ist.”

15 Restaurants in Brandenburg getestet

Für die Deutschland-Ausgabe des „Gault&Millau” testeten die 32 Kritiker mehr als 1000 Restaurants. In Brandenburg nahmen sie insgesamt 15 Restaurants unter die Lupe. An der Spitze bei den Köchen im Land steht Alexander Müller aus Burg im Spreewald vom Restaurant „17fuffzig” mit 17 von 20 möglichen Punkten. Der „Aufsteiger des Jahres” in Brandenburg trumpfe „in aufwendigen, detailverliebten Gerichten mit besten Produkten und klassischer Kochkunst” auf, schreibt der Restaurant-Führer. Im vergangenen Jahr war Müller als „Junges Talent” ausgezeichnet worden.

Und nochmal „Villa Kellermann”: Auf 16 Punkte kommt Küchenchef Christopher Wecker, der dort „den Küchenstil von Berlins bestem Koch, Tim Raue, repräsentiert”. Klassiker der deutschen Küche werden nach Ansicht der Experten modern und auch mit etwas Augenzwinkern neu interpretiert – wie Matjes Hausfrauenart als Makrele auf Sashimi-Art im erfrischenden Joghurtsud mit Gurke, grünem Apfel und Dill.

Trilogie der Gänsestopfleber

Christian Weber vom Restaurant „Juliette” in Potsdam – weiterer „Aufsteiger” – erreicht ebenfalls 16 Punkte, unter anderem für „seine Trilogie der Gänsestopfleber als Pastete, Eis und Crème brûlée mit gekochten Mispeln und gerösteten Sonnenblumenkernen anrichtete”.

Drei Köche verteidigten erneut ihre 16 Punkte aus dem Vorjahr: Alexander Dressel vom Restaurant „Kabinett F.W.” in Potsdam, Frank Schreiber vom „Goldenen Hahn” in Finsterwalde und David Schubert vom „Kochzimmer” in Potsdam.

Thomas Hübner aus der „Alten Überfahrt” in Werder/Havel, ebenfalls als „Aufsteiger” bewertet, erhielt 15 Punkte. Auf die gleiche Punktzahl kam erneut Marco Giedow von der „Speisenkammer” in Burg.

Warnemünder Chefkoch ist Aufsteiger des Jahres

Der Küchenchef des Gourmet-Restaurants „Butt” in Rostock-Warnemünde, André Münch, ist von „Gault&Millau” als Aufsteiger des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet worden. Der 42-Jährige erhielt 18 von 20 möglichen Punkten und ist damit zum langjährigen Nordost-Tabellenführer Ronny Siewert vom Restaurant „Friedrich Franz” in Heiligendamm aufgerückt.

Wie der Restaurantführer am Montag in seiner Deutschlandausgabe 2020 berichtete, zaubere Münch „in der Aromaintensität seiner produktorientierten Hochküche ganz ohne Schäumchen und Gels immer wieder ein Wow-Erlebnis auf den Gaumen.” 18 Punkte stünden für höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung. Eine höhere Note als Münch und Siewert haben nur 14 Köche in Deutschland.

Perfekter Island-Kabeljau

Höchstes Lob von den Testern erhielt erneut auch Siewert etwa für seinen handwerklich und optisch perfekt gemachten Island-Kabeljau, der sich den Teller mit einer Vielzahl teilweise ungewöhnlicher Begleiter teilen durfte. „Insgesamt ergab das ein ausgesprochen komplexes Geschmacksbild, das noch lange am Gaumen nachhallte.” Mit 17 Punkten folgten Pierre Nippkow von der „Ostseelounge” in Dierhagen auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und Daniel Schmidthaler vom „Klassenzimmer” in Feldberger Seenlandschaft.

Die Tester bewerteten in diesem Jahr insgesamt 29 Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern. 21 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus. Im Vergleich zur Vorjahresausgabe nahm der „Gault&Millau” fünf Restaurants neu auf und strich vier „langweilig gewordene”.

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