NACHTLEBEN IN DER CORONA-KRISE

Hier gibt es Technopartys im Livestream

Weil die Menschen am Samstagabend nicht mehr ausgehen können, bieten verschiedene Clubs nun Livestreams an. Hier ist der Soundtrack für die Nacht. Das Motto: #Unitedwestream.
Livestream aus dem Greifswalder Technoclub „Rosa”, der wegen der Coronakrise seinen Betrieb einstellen musste.
Livestream aus dem Greifswalder Technoclub „Rosa”, der wegen der Coronakrise seinen Betrieb einstellen musste. Rosa/Facebook
Greifswald.

Klar, Techno im Club macht mehr Spaß, als sich die Musik aus der Konserve anzuhören. Weil ersteres in Zeiten der Coronakrise aber aktuell nicht möglich ist, bieten verschiedene Clubs inzwischen Livestreams an. So ist man trotzdem irgendwie dabei, auch wenn man nicht dabei sein kann. Kompromisse muss man vielleicht noch beim heimischen Soundsystem und den lieben Nachbarn machen.

So hat der Club „Rosa” aus Greifswald bereits am Freitag einen Stream über Facebook angeboten. Neben den DJs gaben zwischendurch auch einige der Betreiber Anekdoten zum besten. In den Kommentaren konnten Zuhörer Fragen stellen. Auch am Sonnabend soll es auf der offiziellen Facebookseite von „Rosa” wieder eine Stream geben. Das Lineup: Oleg Maximov, Elhans, Shervin Akbari. Nur eine Frage bleibt offen: Wer desinfiziert am Ende eigentlich die Regler?

Mehr lesen: Coronavirus kann auch Jüngere massiv treffen.

Berliner Clubs streamen gemeinsam

Auch in Berlin haben sich, nachdem das Nachtleben behördlich stillgelegt worden ist, verschiedene Clubs zum gemeinsamen Streaming zusammengetan. „Als Antwort darauf, dass in Berlin die Clubs geschlossen sind und auch der Rest der Welt in Quarantäne sitzt, erklärt sich Berlin solidarisch und bringt den größten digitalen Club zu Dir nach Hause. Wenn schon alleine feiern, dann richtig”, heißt es dazu auf der Website der Initiative „United we Stream”.

Auf der Offiziellen Website gibt es nun jeden Abend eine Übertragung aus einem anderen Club der Hauptstadt, und das übrigens ohne Türsteher und Schlangestehen. Die vergangenen Streams gibt es als Mitschnitt auch zum Nachhören im YouTube-Kanal von „Arte Concert”, der Sender unterstützt die Initiative. Bislang gab es schon Übetragungen aus dem „Watergate”, dem Tresor und dem „Kater Blau”. Am Sonnabend folgt die „Alte Münze”.

Mehr lesen: Kommen Ausgangssperren in ganz Deutschland?

Da mit dem vorläufigen Shutdown der Berliner Technoszene nach Angaben der Initiative 9000 Mitarbeiter und zehntausende Kulturschaffende ohne Beschäftigung dastehen, sollen Spenden gesammelt werden, wenn die Besucher der Streams schon das sonst übliche Eintrittsgeld sparen. Im Merch-Store gibt es übrigens auch digitales Bier und Wasser. Prost!

Auch der Greifswalder Club „Rosa” hat angekündigt, an einem Spendenmodell zu arbeiten.

Vollbildanzeige

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Greifswald

Kommende Events in Greifswald (Anzeige)

zur Homepage