LITERATUR-REZENSION

Hitlergruß-Blackout – Wenn der rechte Arm plötzlich hochschnellt

Ein Möchtegern-Schriftsteller führt halb betrunken in einer Berliner Szene-Bar „absurde Nazigymnastik“ vor. Maxim Biller nimmt in seinem Roman „Der falsche Gruß“, von besagtem Arm-Akt ausgehend, eine Tiefenbohrung in die deutsche Seele vor und zerlegt (historisches) Selbstverständnis.
Maxim Biller: Der falsche Gruß. Verlag Kiepenheuer & Witsch. Köln, 2021
Maxim Biller: Der falsche Gruß. Verlag Kiepenheuer & Witsch. Köln, 2021 Kiepenheuer & Witsch
Neubrandenburg ·

Zack! Da schnellt der Arm nach oben, der rechte. Erck Dessauer, Möchtegern-Schriftsteller mit der Begabung zum Schriftsteller, weiß selbst nicht, was ihn die „absurde Nazigymnastik“ in einer Berliner Szene-Bar hat vorführen lassen. Und das in Gegenwart des jüdischen Großautors und Intellektuellen Hans Ulrich Barsilay sowie dessen Gefolge. Besoffen ist Dessauer jedenfalls nur halb. – Maxim Billers neuer (Kurz-)Roman „Der falsche Gruß“ will auch davon erzählen, dass es sich um mehr als einen Alkohol-Blackout...

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