Ostsee-Urlaub

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Hochbetrieb an den Stränden von Rügen und Usedom

Das warme Sommerwetter sorgt für volle Ostseestrände.
Das warme Sommerwetter sorgt für volle Ostseestrände.
Stefan Sauer

Die Liegeplätze an den Ostsee-Stränden werden langsam knapp. Wir verraten, ob Sie auf Usedom und Rügen sowie in Rostock, Warnemünde und am Haff noch Chancen auf einen tollen Urlaub am Strand haben.

Wassertemperaturen wie im Mittelmeer und Hochbetrieb an den Stränden: Überall an der Küste im Nordosten lockt die Ostsee mit Temperaturen von 22 oder 23 Grad, in Ueckermünde am Haff sogar mit 27 Grad. Diese Temperaturen gab das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie am Donnerstag im Internet an. Die aktuellen Dürre könnte bis September anhalten - fürchtete vor Kurzem Wettermoderator Jörg Kachelmann.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt über fast 2000 Kilometer Ostseeküste, ein Großteil ist zum Baden geeignet. Das nutzen die Gäste des Landes, aber auch die Einheimischen reichlich aus, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Die Strände sind voll, berichten die Tourismuszentralen und Kurverwaltungen. Aber wer bereit ist, sich von den Hauptaufgängen ein paar Hundert Meter wegzubewegen, könne sich in Ruhe ausbreiten.

Feuerquallen in der Ostsee

Gleichzeitig lässt die Wasserqualität nicht zu wünschen übrig, sagte die Sprecherin des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus), Anja Neutzling. Es gebe keine Hinweise auf Fäkalkeime, Blaualgen oder ein vermehrtes Auftreten von lästigen Quallen. Noch Anfang dieser Woche wurde jedoch berichtet, dass Zehntausende Feuerquallen an die Ostseeküste von MV gespült wurden.

Von gar „kristallklarem Wasser” spricht Matthias Fromm, Tourismusdirektor von Rostock und Warnemünde. Entsprechend voll ist der Strand zwischen Leuchtturm und dem Hotel Neptun. Wer sich aber auf die andere Seite der Warnow etwa bei Markgrafenheide sein Strandplätzchen sucht, finde genügend Platz. Seit acht Jahren habe er den Job inne. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir über so viele Wochen so konstant gutes Wetter und gute Bademöglichkeit hatten.”

Liegeplätze auf Rügen

Auf Rügen sind die Strände zwar gut besucht, aber es gibt immer noch genügend Liegeplätze, wie Ulrike Andreesen von der Tourismuszentrale Rügen berichtete. Denn immerhin verfügt Deutschlands größte Insel bei mehr als 300 Kilometern Küstenlänge über 60 Kilometer feinen Sandstrand. Aktuell sind in allen Bundesländer Ferien. Leerer werde es, wenn vor allem in Ostdeutschland die Schule wieder beginnt.

Usedom fast ausgebucht

Nach dem verregneten Sommer im Vorjahr scheint auch auf der Insel Usedom wieder die Sonne. „Aktuell ist fast jedes Zimmer auf der Insel ausgebucht”, bestätigt Kristin Wolf vom Tourismusverband Insel Usedom. Wer spontan auf die Insel fahre, finde aber immer noch eine Unterkunft, versichert die Touristikerin. Auch die Strände der Insel seien gerade viel besucht, so Wolf. Doch: „Wer einen Strandkorb möchte, kriegt auch noch einen.”

In Zingst auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst sind wie überall die Strände sehr gut besucht, dagegen gibt es noch freie Kapazitäten bei den Ferienwohnungen, wie Nicole Copius von der Kurverwaltung berichtet. Hintergrund sei, dass in der Vergangenheit das Angebot stark ausgedehnt worden sei. In dem kleinen Ostseeheilbad gibt es insgesamt rund 15.000 Betten.

Seebrückenfest in Boltenhagen

Keine Chance auf ein freies Bett besteht in Boltenhagen, sagt Marketingchefin Katleen Herr. Denn in der 2500-Seelen-Gemeinde mit rund 10.500 Gästebetten ist am Wochenende das Seebrückenfest. „Es wird kuschelig”, erklärt Herr. Das gelte auch für den Strand. Es gebe Bereiche, wo nur noch für schmale Handtücher genügend Platz ist. Bei einem Saunatuch oder gar einer größeren Decke könnte es knapp werden.

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