KLASSIK AM MEER

Irischer Dramatiker sorgt für neue Theaterkost in Koserower Kirche (Mit Video)

„Klassik am Meer” heißt eine Theaterreihe auf der Insel Usedom mit langer Tradition. In diesem Jahr steht das Stück „Juno und der Pfau” auf dem Programm. Erneut dabei ist ein guter alter Bekannter mit Promi-Faktor.
Frank Wilhelm Frank Wilhelm
Das Ensemble der Inszenierung von „Juno und der Pfau”, die am Donenerstag Premiere feiert.
Das Ensemble der Inszenierung von „Juno und der Pfau”, die am Donenerstag Premiere feiert. Frank Wilhelm
Peter Bause (links) gehört seit Jahren zum Stamm der Reihe „Klassik am Meer”.
Peter Bause (links) - hier mit Gerrit Hamann - gehört seit Jahren zum Stamm der Reihe „Klassik am Meer”. Frank Wilhelm
In der kleine Kirche von Koserow laufen in diesem Sommer drei Theaterstücke.
In der kleine Kirche von Koserow laufen in diesem Sommer drei Theaterstücke. Frank Wilhelm
Koserow.

Der Mann kann es, das spürt man schon bei den ersten Worten, den ersten Gesten: Der Schauspieler Peter Bause. Sein bekanntes rotes Haar hat er eingetauscht gegen einen grauen Schopf. Der Körper des 77-Jährigen wirkt etwas hagerer als früher. Aber seine Dynamik, seine Wortgewalt und seine Charisma hat er behalten, das zeigt er in einer kurzen Szene, die am Dienstag während eines Medientermins gespielt wird.

Dass Bause einer der besten deutschen Schauspieler ist, wird er auch am Donnerstag beweisen, wenn die aktuelle Premiere der Koserower Theater-Reihe „Klassik am Meer” startet: „Juno und der Pfau”, geschrieben von dem Iren Sean O'Casey aus dem Jahr 1924. Es geht um eine kaputte Familie, um feindschaftliche Beziehungen und um aufkommenden Rassismus, also Themen, die immer aktuell sind.

Dass ein Star wie Peter Bause seit Jahren schon im Sommer in der kleinen Kirche von Koserow Theater spielt, hat auch mit dem Initiator der Reihe zu tun, dem Regisseur Jürgen Kern. „Ich hege eine tiefe freundschaftliche Beziehung zu ihm”, sagt Bause zu seiner Motivation.

Das Stück vermittelt einen tiefen Einblick in die insbesondere für die arme Bevölkerung schwierigen Jahre des beginnenden 20. Jahrhunderts in Irland. Vielleicht ist es auch deshalb eher selten auf den Spielplänen deutscher Theater zu finden.

In dem Video erleben sie Peter Bause in einer kurzen Szene:

Premiere

am Donnerstag um 19.30 Uhr.

Weitere Vorstellungen

bis zum 12. September. Zudem laufen in der Kirche Koserow zwei Inszenierungen der Vorjahre: „Die Physiker”, ebenfalls mit Bause, sowie „Gnädige Frau, bitte trösten sie mich”. Karten gibt es in der Kurverwaltung Koserow sowie unter Tel. 03837520415

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