Unsere Themenseiten

Song Contest

:

Israel gewinnt den ESC 2018

Netta singt "Toy" für Israel im Finale des 63. Eurovision Song Contest.
Netta singt „Toy” für Israel im Finale des 63. Eurovision Song Contest.
Jörg Carstensen

Israel hat den Eurovision Song Contest in Lissabon gewonnen. Sängerin Netta bekam für ihr Lied „Toy” die meisten Punkte. Deutschlands Kandidat Michael Schulte landete unter den 26 Finalisten auf Platz vier.

Die Sängerin Netta bekam für ihr schrilles, von Korea-Pop beeinflusstes Lied "Toy" die meisten Punkte (529) von Jurys und Publikum. Es ist der vierte Sieg von Israel in der Geschichte des ESC. Zuletzt gewann vor 20 Jahren die Sängerin Dana International. Nette bedankte sich auch auf Twitter bei ihren Fans:

Michael Schulte auf Platz vier

Deutschlands Kandidat Michael Schulte landete mit der melancholischen Popballade "You let me walk alone" über den Tod seines Vaters unter den 26 Finalisten auf Platz vier. Der 28-Jährige sang sein Lied am Samstagabend in Lissabon ab genau 22 Uhr mit viel Gefühl, begleitet von grafischen Einblendungen und Fotos im Hintergrund und ohne große Showeffekte. Das Lied hat er seinem Vater gewidmet, der starb, als sein Sohn noch ein Teenager war.

Schulte beendete die Serie der Misserfolge der vergangenen drei Jahre, als Deutschland jeweils immer nur Letzter oder Vorletzter geworden war.

Störer sorgt für Schockmoment

Ein Flitzer hat beim Finale des Eurovision Song Contest in Lissabon den Auftritt der britischen Sängerin SuRie gestört. Während sie am Samstagabend als neunte Kandidatin von 26 Finalisten ihren Song "Storm" sang, stürmte er auf die Bühne, entriss ihr das Mikro und rief Unverständliches ins Publikum. Mehrere Security-Mitarbeiter zerrten ihn von der Bühne.

Der britische Sender BBC schrieb auf Twitter, der Mann habe wohl so etwas gerufen wie "For the nazis of the UK media, we demand freedom" (deutsch: Für die Nazis der britischen Medien: Wir verlangen Freiheit!).

SuRie unterbrach daraufhin für einige Sekunden ihren Gesang, bevor sie wieder einsetzte und ihren Song souverän zu Ende sang. Die Europäische Rundfunkunion teilte auf dem offiziellen Twitter-Account des ESC mit, dass den Briten angeboten worden sei, den Auftritt zu wiederholen. SuRie samt Team habe dies aber abgelehnt, da sie "extrem stolz auf ihren Auftritt" seien.

3000 Besucher bei Party in Hamburg

Rund 3000 Besucher haben am Samstagabend bei der offiziellen Party des Eurovision Song Contest (ESC) auf der Hamburger Reeperbahn ausgelassen gefeiert. Bei der "Countdown für Lissabon"-Party, die live im Ersten übertragen wurde, gab es Auftritte der Sängerin Mary Roos sowie der Bands Revolverheld und Simple Minds.

Auch Barbara Schöneberger, die auf dem Spielbudenplatz als Moderatorin durch den Abend führte, performte einen Song aus ihrem neuen Album "Eine Frau gibt Auskunft".

43 Länder nahmen teil

Insgesamt nahmen am ESC in Lissabon dieses Jahr 43 Länder teil. 17 Beiträge wurden in den beiden Semifinals (Halbfinals) am Dienstag und Donnerstag aussortiert.

Im vergangenen Jahr hatte der Portugiese Salvador Sobral mit dem stillen Lied "Amar pelos dois" gewonnen und so den Grand Prix in sein Heimatland geholt. Den ESC gibt es seit 1956.

Die Platzierungen im ESC-Finale 2018

01. ISRAEL - Netta («Toy»): 529 Punkte

02. ZYPERN - Eleni Foureira («Fuego»): 436 Punkte

03. ÖSTERREICH - Cesár Sampson («Nobody but you»): 342 Punkte

04. DEUTSCHLAND - Michael Schulte («You let me walk alone»): 340 Punkte

05. ITALIEN - Ermal Meta & Fabrizio Moro («Non mi avete fatto niente»): 308 Punkte

06. TSCHECHISCHE REPUBLIK - Mikolas Josef («Lie to me»): 281 Punkte

07. SCHWEDEN - Benjamin Ingrosso («Dance you off»): 274 Punkte

08. ESTLAND - Elina Nechayeva («La forza»): 245 Punkte

09. DÄNEMARK - Rasmussen («Higher ground»): 226 Punkte

10. MOLDAU - DoReDoS («My lucky day»): 209 Punkte

11. ALBANIEN - Eugent Bushpepa («Mall»): 184 Punkte

12. LITAUEN - Ieva Zasimauskaitė («When we’re old»): 181 Punkte

13. FRANKREICH - Madame Monsieur («Mercy»): 173 Punkte

14. BULGARIEN - Equinox («Bones»): 166 Punkte

15. NORWEGEN - Alexander Rybak («That's how you write a song»): 144 Punkte

16. IRLAND - Ryan O'Shaughnessy («Together»): 136 Punkte

17. UKRAINE - Mélovin («Under the ladder»): 130 Punkte

18. NIEDERLANDE - Waylon («Outlaw in 'em»): 121 Punkte

19. SERBIEN - Sanja Ilić & Balkanika («Nova deca»): 113 Punkte

20. AUSTRALIEN - Jessica Mauboy («We got love»): 99 Punkte

21. UNGARN - AWS («Viszlát nyár»): 93 Punkte

22. SLOWENIEN - Lea Sirk («Hvala, ne»): 64 Punkte

23. SPANIEN - Alfred & Amaia («Tu canción»): 61 Punkte

24. GROßBRITANNIEN - SuRie («Storm»): 48 Punkte

25. FINNLAND - Saara Aalto («Monsters»): 46 Punkte

26. PORTUGAL - Cláudia Pascoal («O jardim»): 39 Punkte

Kommentare (1)

Unsinniges gejaule und gedudel.