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John Wick

Was ihm mit „47 Ronin“ noch versagt blieb, gelingt Keanu Reeves nun als „John Wick“ – die standesgemäße Rückkehr als Actionheld der ersten Hollywood-Riege.

Keanu Reeves in einer Szene des Films "John Wick"
Studio Canal Deutschland Keanu Reeves in einer Szene des Films "John Wick"

Mit solch einer Prämisse hat kaum je ein Thriller begonnen: John Wick (Keanu Reeves) ist als Auftragskiller eine Legende. Aber nun hat der Witwer den letzten Job erledigt und plant den wohlverdienten Ruhestand als allein erziehendes Herrchen eines Hundes. Leider hat es der Ganove Iosef Tarasov (Alfie Allen) auf Johns Oldtimer-Flitzer abgesehen. John macht unmissverständlich deutlich, dass der 1969er Boss Mustang nicht zum Verkauf steht. Tarasov kann mit Ablehnung aber nur sehr schwer umgehen, er raubt das heiße Teil und tötet dabei den Wauwau, der für John einen hohen emotionalen Wert besitzt. Der Hitman reagiert entsprechend ungehalten, er gräbt sein Handwerkszeug wieder aus und heftet sich an die Fersen der Verbrecher. Das Unterfangen gerät zur Konfrontation mit alten Kollegen, die aufgrund eines ausgesetzten Kopfgeldes hochmotiviert sind, John den Garaus zu machen.

Die Geschichte selbst hört sich sehr vertraut an und ist nicht sehr aussagekräftig, was die Qualität dieses Rache-Action-Thrillers anbelangt. Es könnte sich ebenso um ein B-Movie handeln wie um eine neue Perle des Genres. Das Regie-Duo David Leitch und Chad Stahelski hat dafür Sorge getragen, dass Letzteres der Fall ist. Die Wurzeln beider Filmemacher liegen im Stunt-Geschäft, gemeinsam führten sie die zweite Crew bei „Die Tribute von Panem“ an. Diese Leute wissen, wie man Action packend und hochwertig inszeniert. Für Keanu Reeves ist „John Wick“ genau die Figur, die er jetzt gebraucht hat, um sich von der Post-Matrix-Durststrecke zu befreien: Ein schlagkräftiger, charismatischer, einsamer Wolf, den man gern wiedersehen möchte.

Filmverleih: Studiocanal
Bundesstart: 29. Januar 2015
Genre: Action / Thriller / Drama

Mehr Infos unter: www.JohnWick.de