KONZERTKIRCHE NEUBRANDENBURG

Jung und Alt feiern „Elefantenpups“

Die Nordkurier-Sinfoniker im doppelten Einsatz: Erst sorgten sie bei der Uraufführung des vierten „Elefantenpups” für super Stimmung. Am Abend spielten sie vor ausverkauftem Haus berühmte Klassiker.
Viele Kinder auf und vor der Bühne beim „Elefantenpups”.
Viele Kinder auf und vor der Bühne beim „Elefantenpups”. Frank Wilhelm
Mach mir den Affen! Juri Tetzlaff schaffte es mal wieder, den Saal mit den Nordkurier-Sinfonikern in Stimmung zu bringen.
Mach mir den Affen! Juri Tetzlaff schaffte es mal wieder, den Saal mit den Nordkurier-Sinfonikern in Stimmung zu bringen. Frank Wilhelm
Der Dirigent Stefan Malzew
Der Dirigent Stefan Malzew Frank Wilhelm
Juhu! Zum Abschluss regnete es Konfetti.
Juhu! Zum Abschluss regnete es Konfetti. Frank Wilhelm
Neubrandenburg.

Wenn das Zoo-Orchester aufspielt, geht die Post ab: Die Wildkatzen fiedeln um die Wette, Giraffe Bella zupft ihre geliebte Harfe und die Zebras, Bären und Pinguine „trommeln, pauken und rasseln“, wie es in Heidi Leenens Buch „Der Elefantenpups – mit dem Zoo-Orchester um die Welt“ heißt. „Die Zoo-Besucher grooven einfach mit.“

Statt im Zoo haben die Zuhörer am Donnerstag in der Neubrandenburger Konzertkirche gegroovt, zur Uraufführung des vierten Abenteuers des Zoo-Orchesters. Seit Wochen war der Konzertsaal ausverkauft. Es hat sich längst herumgesprochen, dass die Familienkonzerte, die der Nordkurier bereits zum fünften Mal in Folge organisiert hat, bei Jung und Alt ankommen. Die kleine Helene reiste mit Mama und Großmama aus Neu Buchholz, gelegen zwischen Altentreptow und Demmin, an. Die Sechsjährige hat sich gleich das Buch samt CD gesichert, noch dazu mit einem Autogramm der Autorin Heidi Leenen, die schon vor der Vorstellung gut zu tun hatte mit dem Signieren.

Wie klingt so ein "Elefantenpups eigentlich? Hier ist ein Video mit dem japanischen Musiker Takuya Kishimoto an seiner Tuba. 

 

 

 

Für Helene, die irgendwann mal Gitarre lernen will, gibt es sogar einen biografischen Bezug zum vierten Abenteuer des Zoo-Orchesters. Das Mädchen hat längere Zeit in Hamburg gewohnt. Vom Hafen der Hansestadt aus starten die Musiker ihre Reise mit dem Schiff nach Shanghai. Sie begleiten das Panda-Mädchen Mei Yue, das von ihrer chinesischen Freundin Mel eingeladen wurde.

Juri Tetzlaff mit Humor und Energie am Start

Dass in der Konzertkirche von Anfang sehr gute Stimmung herrscht, ist auch dem KiKa-Fernsehstar Juri Tetzlaff zu verdanken, der gleich mal mit einem Scherz startete: Normalerweise moderiere er Musik von Komponisten, die längst tot sind. Dieses Mal aber lebe der Komponist noch, und er befinde sich sogar in der Konzertkirche.

Gemeint war Stefan Malzew. Der ehemalige Generalmusikdirektor der Philharmonie Neubrandenburg bewies wieder mal, dass er auch beim Komponieren ein gutes Händchen hat. Er untermalte die Reise mit der passenden Musik. So erklangen unter anderem ein irischer Seemanns-Tanz, ein griechischer Syrtaki sowie afrikanische Rhythmen.

Kinder ab drei Jahren für eine Stunde auf den Sitzen zu halten, ist gar nicht so einfach. Neben der Musik und Tetzlaff sorgten dafür insbesondere auch rund 80 Tänzer in phantasievollen Kostümen. Tanzlehrerin Marina Locker, die schon seit einigen Jahren mit ihren Tanzmädchen die Nordkurier-Sinfoniker bei verschiedenen Programmen begleitet, präsentierte dieses Mal rund 80 Kinder und Jugendliche, die aus Neubrandenburg, Friedland und Waren kamen. Immer wieder gab es Sonderapplaus für die Kleinen, auch für Analena Krause und Carlo Mielke, ein Turniertänzer-Paar des Tanzclub Tollensetal 2012, das einen rassigen spanischen Tanz auf das Parkett der Konzertkirche legte.

„Mein Herz ist voll”

Zum Finale gab es Luftballons, romantisches Taschenlampenlicht und ein gemeinsames Lied mit einer klaren Botschaft: „Du und ich – niemals ganz allein. Du und ich – wollen Freunde sein!“ Heidi Leenen, die mit ihrem Illustrator Martin Bernhard gekommen war, wusste gar nicht, wohin mit all ihrer Freude. „Mein Herz ist voll“, sagte sie nach der Uraufführung, die für sie die bislang schönste gewesen sei.

Viel Zeit zum Genießen hatte sie nicht. Im Foyer wartete schon eine lange Schlange von Buchkäufern, die natürlich auch ein Autogramm der Autorin mitnehmen wollten. Wer die Uraufführung verpasst hat, kann den „Elefantenpups“ auch zu Hause genießen. Lesend oder aber in der Hörbuch-Version mit Stefan Kaminski, der mit seiner Zauberstimme aus jedem Tier einen Typ macht. Hier gibt es das Buch auch online bei mecklenbook.de.

Viel Pausenzeit blieb auch den Nordkurier-Sinfonikern nicht. Am Abend bestritten sie ein weiteres Konzert mit Klassikern wie Tschaikowski, Mendelssohn-Bartholdy und Debussy.

So war die Premiere des "Elfantenpups" in Pasewalk.

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