DDR-KABARETTIST

Kessel-Buntes-Moderator Manfred Uhlig ist tot

Manfred Uhlig war so etwas wie der Quoten-Sachse des DDR-Fernsehens: Als einer der drei „Dialektiker“ war er Teil der legendären Show „Ein Kessel Buntes“. Nun ist er gestorben.
dpa
Manfred Uhlig ist im Alter von 91 Jahren gestorben.
Manfred Uhlig ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Thomas Schulze
Manfred Uhlig bei der 23. Verleihung des Medienpreises „Goldene Henne” im Jahr 2017.
Manfred Uhlig bei der 23. Verleihung des Medienpreises „Goldene Henne” im Jahr 2017. Hendrik Schmidt
Manfred Uhlig war bekannt durch den DDR-Unterhaltungsklassiker „Ein Kessel Buntes”.
Manfred Uhlig war bekannt durch den DDR-Unterhaltungsklassiker „Ein Kessel Buntes”. Kabarett Leipziger Pfeffermühle
Leipzig.

Millionen Fernsehzuschauer kennen ihn aus DDR-Zeiten von der Sendung „Ein Kessel Buntes”: Der Kabarettist und Moderator Manfred Uhlig ist tot. Das bestätigte das Leipziger Kabarett Pfeffermühle am Donnerstag unter Berufung auf seine Tochter.

Der Leipziger Uhlig wurde 91 Jahre alt. Zuvor hatte der Fußball-Verein BSG Chemie Leipzig mitgeteilt, dass er die Nachricht vom Tod des Entertainers erhalten habe. Uhlig, der DDR-Fernsehgeschichte geschrieben hatte, war ein prominenter Anhänger des Vereins.

Bekannt durch „Ein Kessel Buntes”

Der Moderator war bekannt durch den DDR-Unterhaltungsklassiker „Ein Kessel Buntes”. In den 70er Jahren war er als Mitglied des satirischen Trios „Die drei Dialektiker” Gastgeber der TV-Show. Angefangen hatte er als Schauspieler, war dann von 1956 bis 1962 Mitglied des Kabarett-Ensembles der Pfeffermühle und kam darüber zum Rundfunk der DDR. 24 Jahre lang moderierte er auch die Hörfunksendung „Alte Liebe rostet nicht”.

„Manfred Uhlig ist einfach unschlagbar. Er ist einer der letzten Künstler, der die sächsische Mundart wirklich gepflegt hat”, hieß es einmal von der Leipziger Pfeffermühle über ihn. Zum 90. Geburtstag Uhligs hatte das Kabarett im September 2017 eine Geburtstags-Matinee für ihn ausgerichtet. Dass Sächsisch fast aus dem Fernsehen verschwunden ist, bedauerte Uhlig. „Ich vermisse das. Ich konnte ja reden, wie mir der Schnabel gewachsen ist”, hatte er gesagt.

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