Rostocker „Polizeiruf 110“

Letzter Einsatz von Charly Hübner sorgt für Rekord-Zuschauerzahl

Der Abgang von Kommissar Bukow (Charly Hübner) war blutig und wurde von so vielen Zuschauern wie noch nie verfolgt. Hier gibt es den Polizeiruf zum Streamen.
dpa
In seinem letzten Rostocker Fall ermittelte Sascha Bukow (Charly Hübner) auch im fiktiven Bordel „Popkultur”.
In seinem letzten Rostocker Fall ermittelte Sascha Bukow (Charly Hübner) auch im fiktiven Bordel „Popkultur”. NDR/Christine Schroeder
Im nächsten Polizeiruf aus Rostock ermittelt dann Lina Beckmann (links, spielt: Melly Böwe) an der Seite von Anneke Kim Sarnau (spielt: Katrin König).
Im nächsten Polizeiruf aus Rostock ermittelt dann Lina Beckmann (links, spielt: Melly Böwe) an der Seite von Anneke Kim Sarnau (spielt: Katrin König). NDR/Christine Schroeder
Rostock

Achtung Spoiler: In diesem Artikel werden Teile des Inhalts verraten – aber nicht das Ende.

Die letzte Folge mit dem Neustrelitzer Schauspieler Charly Hübner hat dem Rostocker „Polizeiruf 110“ seine bisher höchste Zuschauerzahl beschert. 9,24 Millionen (28,8 Prozent) waren am Sonntagabend ab 20.15 Uhr im Ersten am Bildschirm dabei. Das ist ein Rekord für die TV-Ermittler Sascha Bukow (Hübner) und Katrin König (Anneke Kim Sarnau). Dabei war der Abgang von Hübner aus dem NDR-Krimi insgesamt eher unspektakulär.

Zwar floss in einer Villa viel Blut und Bukow tötete in der turbulenten und spannenden Folge seinen Widersacher Zoran Subocek (Aleksandar Jovanovic), der ihn gnadenlos erpresst hatte. Doch am Ende fuhr Bukow schlicht im Pick-up vom Rostocker Universitätsplatz davon – ohne großen Abschied von seiner langjährigen Kollegin, der LKA-Profilerin König. Die wiederum machte sich auf den Weg zum Polizeipräsidium. Mit König geht es im „Polizeiruf 110“ weiter – an der Seite von Schauspielerin Lina Beckmann, die im realen Leben ja die Ehefrau von Charly Hübner ist.

Jetzt Einschalten: Hier gibt es den letzten „Polizeiruf 110” mit Charly Hübner in der ARD-Mediathek. (Verfügbar bis 9. April 2022)

Was sich in den vergangenen Folgen schon abgezeichnet hatte, wurde nun – nach knapp zwölf Jahren – in der letzten Folge des Rostocker Polizeirufs Realität: Die Liebe zwischen den beiden ungleichen Ermittlern erblühte, die beiden schmiedeten Heiratspläne und er benutzte ihre Zahnbürste – allerdings gegen Königs Willen. Bukow, der sich stets als zwiegespaltener Charakter zeigte, müsse in seinem Kopf noch „vieles klären“ und deshalb nun gehen, sagte er als Erklärung zu seiner in Tränen aufgelösten Partnerin.

Den bisherigen Bestwert der Reihe hatte im Oktober 2019 die Episode „Dunkler Zwilling“ mit 8,88 Millionen (26,3 Prozent) aufgestellt.

Autor bezeichnet Duo als „Glücksgriff”

Eoin Moore, mehrmaliger Autor der Rostocker „Polizeiruf“-Folgen, hatte es zuvor als großen Glücksgriff bezeichnet, mit Sarnau und Hübner zwei Akteure gewonnen zu haben, die sich als Figuren so großartig ergänzten. Im Gegensatz zu manch einer der früheren Folgen kam auch die Hansestadt Rostock gut weg. Das Panorama des Stadthafens oder auch die Innenstadt wurden ein ums andere Mal schön in Szene gesetzt. Ob allerdings am Ufer der Warnow mit einem lauten „Hallo“ ein ähnliches Echo wie in den Alpen zu erzielen ist, bleibt mal dahingestellt.

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