FINALE IN NEUBRANDENBURG

Literaturpreis MV geht an Greifswalder Lyriker

Erstmals war Neubrandenburg Austragungsort für den landesweiten Wettbewerb. Eine Premiere war auch der Livestream, den weit mehr Zuschauer als im Latücht verfolgen und sich an der Publikumsabstimmung beteiligen konnten.
Im Neubrandenburger Latücht sorgten die Finalisten für einen stimmungsvollen Wettbewerb.
Im Neubrandenburger Latücht sorgten die Finalisten für einen stimmungsvollen Wettbewerb. Susanne Schulz
Im Neubrandenburger Latücht sorgten die Finalisten Nina Pohl, Anke Bastrop, Tobias Reußwig, Theresa Steigleder, Pet
Im Neubrandenburger Latücht sorgten die Finalisten Nina Pohl, Anke Bastrop, Tobias Reußwig, Theresa Steigleder, Peter Thiers und Louise Gold (von links) für einen stimmungsvollen Wettbewerb. Susanne Schulz
Neubrandenburg.

Als „lyrisches Meisterwerk” preist die Jury des Literaturpreises Mecklenburg-Vorpommern den Gedichtzyklus „Der Körper lügt” des Greifswalder Autors Tobias Reußwig. Beim Finale im Neubrandenburger Latücht setzte sich der 30-Jährige damit unter sechs Finalisten durch, die wiederum aus mehr als 100 Einsendungen ausgewählt worden waren. Bei der Saal- und Online-Abstimmung um die Publikumspreise gewann der in Rostock aufgewachsene, jetzt in Hamburg lebende Theaterautors Peter Thiers vor der in Greifswald lebenden, lesebühnen-erprobten Theresa Steigleder und dem hier Drittplatzierten Tobias Reußwig.

Erstmals fand das Finale des Literaturpreises MV in Neubrandenburg statt, mit dem Latücht und dem Literaturzentrum als regionalen Partnern. Erstmals gab es – zumal die Publikumszahl im Saal begrenzt war – auch einen Livestream, den bis zu 115 Nutzer verfolgten.

Stipendium von 3000 Euro und Lesereise

Somit waren an der Abstimmung mehr Menschen beteiligt als bei den bisherigen Live-Veranstaltungen, bilanzierte Ulrika Rinke vom Literaturhaus Rostock, das gemeinsam mit dem Künstlerhaus Lukas aus Ahrenshoop, dem Literaturzentrum Vorpommern aus Greifswald sowie dem Literaturrat MV den Preis ausrichtet. Die Zahl der Bewerber war gar um die Hälfte höher als bisher.

Ausgeschrieben wird die Auszeichnung – dies war die vierte – alle zwei Jahre für Autorinnen und Autoren mit biografischem Bezug zu Mecklenburg-Vorpommern. Den Sieger erwarten ein einmonatiger Arbeitsaufenthalt in Ahrenshoop mit einem Stipendium von 3000 Euro und eine Lesereise durch literarische Institutionen Mecklenburg-Vorpommerns; die Texte aller Finalisten werden in einer Anthologie im Hinstorff Verlag veröffentlicht. Die Lesungen vom Wettbewerbsabend sind noch einige Zeit online verfügbar unter www.twitch.tv/literaturpreismv.

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