LITERATUR-REZENSION

Marcel Beyer als der Ghostbuster der deutschen Lyrik

Um Dackelhälften und brennende Mickymäuse, Zombies und Trauerklöße kümmert sich der „Dämonenräumdienst“ im neuen Gedichtband von Büchner-Preisträger Marcel Beyer.
Marcel Beyer: Dämonenräumdienst. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2020
Marcel Beyer: Dämonenräumdienst. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2020 Suhrkamp Verlag Berlin
Neubrandenburg.

Es „quiekt da in meinem Kopf die brennende Mickymaus“ – und niemand wolle sie löschen, heißt es in dem Gedicht „Papier“ von Marcel Beyer. Dessen „Welt hängt voller Dackelhälften“, ist bevölkert von merkwürdigen Toten, nervenden Untoten der Popkultur, lustigen Trauerklößen, Trauma verursachenden Ungeheuern aus der Kindheit. Das erfordert: Einen „Dämonenräumdienst“ – so lautet der Titel des neuen Bandes von Büchner-Preisträger Beyer. Der macht den Ghostbuster.

Seine Poeme sind formal streng preußisch:...

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