KABARETTIST WIRD POLITISCH

MDR hat Problem mit Uwe Steimle wegen "Junge Freiheit"-Interview

In einem Interview sagt der Schauspieler und Kabarettist Uwe Steimle Dinge, die seinem Arbeitgeber gar nicht gefallen. Das soll nun Konsequenzen haben.
Sebastian Langer Sebastian Langer
Uwe Steimle hat mit einem Interview für Aufregung gesorgt.
Uwe Steimle hat mit einem Interview für Aufregung gesorgt. Frank May
Neubrandenburg.

Der Schauspieler und Kabarettist Uwe Steimle (55) bekommt wegen eines Interviews mit der rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit” Probleme mit seinem Arbeitgeber Mitteldeutscher Rundfunk (MDR). „Die Aussage von Uwe Steimle ist für den MDR nicht akzeptabel”, teilte der Sender via Twitter mit: „Damit stellt er sich gegen alle, die täglich politisch unabhängiges Programm machen. Wir werden das mit Uwe Steimle persönlich auswerten.”

 

 

Steimle hatte in dem Interview unter anderem gesagt: „Die Wahrheit ist eben, dass wir keine eigene Politik haben, weil wir ein besetztes Land sind.” Er forderte die Politik auf, sich unabhängiger von den Vereinigten Staaten zu machen, derzeit sei Deutschland noch ein „Besatzungsgebiet der USA“.

Populärer Polizeiruf-Kommissar in Schwerin

Der gebürtige Dresdner äußerte außerdem scharfe Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Annahme, zu glauben, es gebe einen staatsfernen Rundfunk, sei falsch. „Inzwischen weiß jeder, dass etwa Atlantikbrücke-Mitglied Claus Kleber der Karl-Eduard von Schnitzler der BRD ist, zusammen mit seiner Marionetta Slomka.“

Bekannt wurde Steimle als Hauptkommissar Jens Hinrichs in der Fernsehserie Polizeiruf 110, wo er in 15 Jahren 31 Fälle mit verschiedenen Partner in Schwerin löste. Als der NDR das Ende für Kommissar Hinrichs ankündigte, sah sich Steimle als Opfer einer politischen Verschwörung, da er von der Partei Die Linke als Mitglied der Bundesversammlung benannt worden war. Seit 2013 präsentiert Steimle im MDR „Steimles Welt”, wo er mit einem Wartburg durchs Mitteldeutschland fährt und sich mit ihnen über ihre Geschichten vor und nach der Wende unterhält.

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Kommentare (6)

Wenn der normale Bürger dieses geäußert hätte,wäre er von interessierter Seite sofort als AfD Anhänger oder Nazi abgestempelt worden. Jetzt hat sich ein Prominenter zu Wort gemeldet und schon hat er Ärger mit dem Staatssender (Rotfunk ) MDR. War das nicht auch zu DDR Zeiten so ? Auch richtig wurde von Herr Steimle erkannt,welche Rolle diese beiden genannten Mitarbeiter des ZDF zu spielen haben. Persönlich sehe ich mir keine Nachrichtensendungen des ZDF und der ARD mehr an,denn allzu oft,wird einseitig berichtet. Zum Glück gibt es das Internet. Das jüngste Beispiel,war die Berichterstattung um das NGO- Boot Lifeline, hier wurde nichts kritisch hinterfragt,dass dieses Boot nur als Sportboot in den NL gemeldet ist,wurde bei den Staatssendern nie erwähnt.

wusste man gar nichts davon, dass das Boot dort als Sportboot registriert sein soll. Die haben sich einfach so die Fahne drangehängt! Und der Kapitän hat eindeutige Anweisungen der italienischen Küstenwache bewusst ignoriert. Nun sitzt er auf Malta in Untersuchungshaft. Und sein Boot wird wohl verschrottet, damit er nicht noch mehr Flüchtlinge nach Europa bringt.

heißt, dass man jeder Zeitung ein Interview geben darf, ohne dafür benachteiligt oder bestraft zu werden. Auch für die "Junge Freiheit! Dass diese ist für den "Rotfunk" wie ein rotes Tuch ist darf dabei keine Rolle spielen.

Wenn Steimle anders beruflich finanziert werden möchte als durch die "Besatzungsmacht USA" - was nach seiner Meinung derzeit passiert, da sein Einkommen durch den Staat finanziert wird (Öffentlich-Rechtliche) - wird es Konsequenzen nach sich ziehen. Damit drückt Steimle aus, dass Deutschland kein souveränes, unabhängiges Land und er fehl am derzeitigen Arbeitsplatz sei. Es geht nicht um ein Interview bei der "Junge Freiheit" sondern um inhaltliche Statements von Steimle bei dieser Zeitung.

...wenn Sie (schon) wieder der Meinung sind, der "Staat" finanziere Schauspieler, Journalisten und Redakteure des MDR und anderer "öffentlich-rechtlicher" Sender. Nach meiner Information tun das im Wesentlichen die Zahler der Zwangsabgabe "GEZ", für deren Eintreiben allerdings Methoden eingesetzt werden, die sehr an die Zeiten erinnern, wo der "Staat" das öffentliche Leben bestimmt und eben auch finanziert hat. Ein Skandal ist, dass inhaltliche Statements ausreichen, um einen Arbeitsplatz in Frage zu stellen. Herrn Steimles Statement muss niemandem gefallen (wobei ich es berechtigt finde). Zur Erinnerung an Artikel 5 (1) GG wo es hieß:
"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen (...dazu gehört nach m.E. auch die "Junge Freiheit") ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. " Ende der Märchenstunde. Ironie aus.

Meine Empfehlung :
1. schauen sie sich die Zusammensetzung des Verwaltungsrats des mdr an. In dem vom einigen „rotfunk“ genannten Sender sitzt auch die afd ( die ist wohl eher weniger rot).
2. interview lesen
3. nachdenken, vor allem über widersprüchliches
- warum soll gerade Steimle als Mitglied der Linken vom rotfunk ausgebootet werden?
- war er Festangestellter oder Freelancer oder werkverträgler und was stand in dem
Vertrag?
-wieso äußert er als linker Haltungen, die eher auf die andere Seite passen?

Einige Aussagen Steimkes klingen so platt nach reichsbürger-Paranoia, dass ich geneigt sein könnte, für ihn einen aluhut zu kaufen. vielleicht leider er unter bedeutungsverlust oder er verarscht einfach alle.
So oder so: schade, ich hab ihn schon gern in Schwerin gesehen.