Freizeit-Monitor

Mehr Zeit fürs Handy – weniger für Oma, Opa oder Freunde

Das Wort liest sich wie ein Widerspruch in sich. Doch „Freizeitstress” ist ein Phänomen, unter dem viele leiden. Das Problem: Zunehmende Rastlosigkeit.

Bei den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen sind Smartphone und Internet nach einer neuen Studie die Gewinner der vergangenen fünf Jahre. Auf der Strecke bleiben dagegen immer häufiger echte Sozialkontakte wie Besuche bei den Großeltern oder Treffen mit Freunden. Das geht aus der repräsentativen Studie Freizeit-Monitor hervor, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Danach hat der Freizeitstress in Deutschland weiter zugenommen. Denn je mehr Optionen es gebe, desto häufiger würden sie auch nachgefragt, sagte Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Untersuchung. Dazu komme die Tendenz, andere in sozialen Netzwerken mit Selfies über Freizeiterlebnisse zu informieren.

Zuwächse vor allem bei den neuen Medien

Glücklich seien viele Bundesbürger mit dieser Rastlosigkeit allerdings nicht. Viele wünschten sich mehr Ruhe sowie mehr Zeit für sich selbst und andere.

Für die aktuelle Studie ließ die Stiftung für Zukunftsfragen im Juli rund 2000 Bundesbürger ab 14 Jahren danach befragen, wie sie ihre Freizeit verbringen. Den Monitor gibt es seit 1993. Seit mehr als 20 Jahren führt das Fernsehen die Hitliste an, die meisten Zuwächse gibt es heute aber bei den neuen Medien. Hinter der Stiftung für Zukunftsfragen steht das Tabakunternehmen British American Tobacco.

 

dpa

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