Schauspielerin gestorben
Eine persönliche Begegnung mit Hannelore Elsner

Nordkurier-Reporterin Nadine Schuldt hat Hannelore Elsner im Jahr 2017 bei einer Ausstellungseröffnung im Schlosshotel Fleesensee getroffen.
Nordkurier-Reporterin Nadine Schuldt hat Hannelore Elsner im Jahr 2017 bei einer Ausstellungseröffnung im Schlosshotel Fleesensee getroffen.
Nadine Schuldt

Die Schauspielerin Hannelore Elsner ist am Ostersonntag gestorben. Nordkurier-Reporterin Nadine Schuldt erinnert sich an ein Treffen mit ihr. Es hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Bis zu meinem Termin im Schlosshotel Fleesensee im Oktober 2017 war mir Hannelore Elsner aus vielen Filmen bekannt. Einer ihrer bekanntesten Kinofilme ist sicherlich „Alles auf Zucker“. Ich staunte immer wieder über ihr schauspielerisches Können sowie ihre Wandlungsfähigkeit.

An jenem Abend konnte ich sie als Gast einer Ausstellungseröffnung, bei der auch Fotos ihres Sohnes Dominik gezeigt wurden, erleben. Am meisten beeindruckte mich ihre Präsenz, ihre Erscheinung: Hannelore Elsner war eine zierliche Dame, die damals ein schlichtes schwarzes Oberteil mit einem bunten Fransenrock kombiniert hatte.

Enorme Ausstrahlung mit einfachen Mitteln

Für mich hatte das eine enorme Ausstrahlung – mit einfachen Mitteln hatte sich die damals 75-Jährige gekonnt und stilvoll in Szene gesetzt. Abgehoben wie ein berühmter Star wirkte sie auf mich nicht. Im Gegenteil. Freundlich plauderte sie auch mit Leuten, die bei der Ausstellungseröffnung dabei sein wollten und sie einfach ansprachen.

Über die Bilder ihres Sohnes sagte die damals 75-Jährige: „Er hat meine Spielfreude, aber auch meine Verletzlichkeit und Spontanität eingefangen." Dabei seien die Fotos in keiner ernsten Atmosphäre entstanden. „Wir haben auch Quatsch gemacht.“