TAGESSCHAU-PANNE

Moderator Jan Hofer prahlt mit seinem Reichtum

Weil die Mikros nicht aus waren, konnten ARD-Zuschauer am Mittwoch miterleben, wie Tagesschau-Sprecher Jan Hofer mit seinem Kollegen Claus-Erich Boetzkes über sein üppiges Vermögen sprach.
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Tagesschau-Chefsprecher Jan Hofer prahlt mit dem Wert seiner Immobilien.
Tagesschau-Chefsprecher Jan Hofer prahlt mit dem Wert seiner Immobilien. Thorsten Jander/NDR (Archiv)
Tagesschau-Sprecher Claus-Erich Boetzkes neckt Hofer mit seinem Vermögen.
Tagesschau-Sprecher Claus-Erich Boetzkes neckt Hofer mit seinem Vermögen. Thorsten Jander/NDR (Archiv)
Hamburg.

Dumm gelaufen: Auf dem ARD-Spartenkanal Tagesschau24 und im Internet konnten Fernseh-Zuschauer teilweise dabei zu hören, wie Tagesschau-Chefsprecher Jan Hofer einen auf dicke Hose machte. In einem eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedachten Gespräch zwischen ihm und seinem Kollegen Claus-Erich Boetzkes ging es ums Geld. Es entstand bereits am 19. August.

„Alter, warum arbeitest du noch hier?”

Auslöser war eine ironische Frage von Boetzkes an Hofer, ob dieser eigentlich schon die Achsen seines Autos verstärkt habe: „Damit du die ganzen Honorare fahren kannst, ohne dass das Ding wegknickt.” Hofer hatte daraufhin sofort eine Antwort parat: Das mache man heutzutage doch alles mit Bitcoins.

Und es geht noch weiter: Hofer erzählt von sich aus, dass seine Immobilien gerade durch die Bank neu bewertet worden seien. Sie seien jetzt teilweise das dreifache wert. Darauf Boetzkes: „Und? Warum arbeitest du noch hier, Alter? Warum?” Hofer darauf: „Weiß ich auch nicht.” Boetzkes vermutet darauf hin, dass es Hofer einfach Spaß mache. Wer will da schon widersprechen angesichts der offensichtlich beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezahlten Honorare?

Panne kommt für ARD und NDR zur Unzeit

Obwohl das Gespräch der beiden Männer ziemlich gestellt wirkt, bestätigte die Tagesschau-Redaktion gegenüber t-online inzwischen dessen Echtheit. Es habe sich um eine Panne gehandelt. Das Gespräch sei allerdings „nicht ernst gemeint” gewesen.

Für die ARD und den für die Tagesschau verantwortlichen NDR kommt die Panne zur Unzeit. Die Anstalten fordern seit Längerem eine Erhöhung der GEZ-Beträge (im ARD-Sprech „Rundfunkbeitrag”), mit denen alle Bürger zwangsweise den öffentlich-rechtlichen Rundfunk finanzieren. Derzeit liegen die Gebühren bei 17,50 Euro pro Monat. Die Rundfunkanstalten der ARD, das ZDF und das Deutschlandradio nehmen von den Bürgern auf diese Weise mehr als acht Milliarden Euro im Jahr ein.

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Kommentare (3)

Manchmal sind Medien einfach nur "klatschgeil", nur weil Jan Hofer gesagt hat, das seine Immobilie höher bewertet wurde und er mit Bitcoins zahlt, muß man doch das nicht durch die Presse und "seriösen" Medienanstalten durchziehen und ausschlachten. Vor allem, wo hat Jan Hofer "geprahlt"??? Wieder so ein reisserischer Begriff der offenbar mal wieder Stimmung machen soll. Sollen Tagesschaumoderatoren in Armut und von Luft und Liebe leben, wären dann die Medienanstalten die mir diesem Geschmiere ihre Blätter vollkriegen zufrieden? Soll Jan Hofer unter der Brücke schlafen??? Es gibt weit aus wichtigere Themen, als das ein Jan Hofer mal etwas vor offenen Mikros gesagt hat, vor allem nochmal die Frage, wo hat er denn geprahlt??

für die Hauptausgabe der Tagesschau für Jan Hofer: 259,89 € (Stand März 2019), nichts zum Reich werden. Wie er ansonsten sein Vermögen mehrt, geht niemand etwas an. Er wird künftig auf die Mikrofone achten, dumm gelaufen.

Die "Nebenausgaben" der Tagesschau müssten sie aber auch mit einrechnen. Viel interessanter find ich die Frage, ob es sich bei den "selbständigen TV-Moderatoren" der Tagesschau nicht eigentlich um Scheinselbständigkeiten handelt.