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Musikerin freut sich auf Tournee mit Nordkurier-Sinfonikern

Karoline Eckardt spielt Bratsche, seit sie sieben Jahre alt ist - am 21. September zeigt sie ihr Können in der Konzertkirche Neubrandenburg.
Karoline Eckardt spielt Bratsche, seit sie sieben Jahre alt ist – am 21. September zeigt sie ihr Können in der Konzertkirche Neubrandenburg.
Leonie Kühhass

Am 21. September spielt die Neue Philharmonie als Nordkurier-Sinfoniker in der Konzertkirche Neubrandenburg. Karoline Eckardt wird mit ihrer Bratsche dabei sein – und freut sich mächtig, wie sie im Interview verrät.

Haben Sie ein Lieblingsstück, das Sie mit dem Orchester in der Konzertkirche spielen werden?

Ich freue mich besonders auf Scheherazade. Der Karneval der Tiere ist auch schön, es ist ein geniales Stück, denn man kann den Tieren quasi bildlich folgen. Scheherazade aber ist Herzblut, das war mit 14 oder 15 Jahren mein absolutes Lieblingsstück.

Das Orchester ist dieses Mal richtig auf Tour – nach den beiden Konzerten in Neubrandenburg geht es nach Anklam und Heide. Wie sind Ihre Erwartungen?

So eine Tour ist immer super schön, weil es noch mal ein anderes Gruppengefühl gibt. Man lernt sich anders kennen. Bei den normalen Proben hat man nicht so viel Zeit, sich mit jedem Einzelnen auseinanderzusetzen. Gemeinsam reisen, das schweißt zusammen.

Sind Konzert-Tourneen aber nicht anstrengend? Sie proben und spielen, aber müssen sich trotzdem erholen.

Wenn es sich die Waage hält, ist es in Ordnung. Ich glaube, wir sind alle motiviert, das gut hinzubekommen. Bei vier Tagen auf Tour glaube ich nicht, dass wir uns auf die Nerven gehen werden. Ich habe zum Beispiel einmal beim Pacific Music Festival in Japan mitgespielt, da waren wir einen Monat gemeinsam unterwegs.

Wie lange spielen Sie schon Bratsche?

Bratsche spiele ich seit etwa sieben Jahren. Ich habe mit der Geige angefangen und bin spät zur Bratsche gewechselt. Beide Instrumente sind sich im Aufbau sehr ähnlich, denn die Bratsche ist im Prinzip eine große und tiefe Geige. Ein Wechsel von der Geige zur Bratsche ist daher üblich. Ich war immer auf der Suche nach dem weichen, sanften Klang. Das habe ich dann endlich auf der Bratsche gefunden und mir gedacht „Mensch, das ist es, es geht doch!“

Wie steht es um die Stimmung und den Leistungsdruck bei der Neuen Philharmonie?

Die Neue Philharmonie ist ein sehr junges Orchester. Hier überwiegt noch die Freude am Musikmachen. Das ist oft nach 20, 30 Jahren Routine im Berufsalltag etwas anders. Wir möchten musikalisch viel kennenlernen, uns ausprobieren und etwas Schönes und Neues schaffen. Ein Leistungsdruck im Sinne von Konkurrenz ist also nicht da, dafür aber ein sehr hoher musikalischer Anspruch.

 

Die Nordkurier-Sinfoniker sind am 21. September in Neubrandenburg und am 22. September in Anklam zu erleben. Das Familienkonzert in Neubrandenburg und das Konzert in Anklam sind ausverkauft. Tickets für das Abendkonzert um 19 Uhr sind noch zu haben. Gespielt werden „Scheherazade“ von Rimski-Korsakow sowie der „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns. Juri Tetzlaff spricht die Textfassung von Loriot. Karten gibt es im Medienhaus des Nordkurier (Friedrich-Engels-Ring 29 in Neubrandenburg), telefonisch (0800  4575033) und an der Abendkasse. Abonnenten des Nordkurier bekommen einen Rabatt.