„Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!”

Nackte und Tatsachen am Tag 1 im RTL-Dschungelcamp

Tag 1 im RTL-Dschungelcamp: Knapp 6 Millionen Menschen sahen die erste Folge von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” Und sie bekamen jede Menge geboten.
Sandra Specht Sandra Specht
dpa
Screenshot RTL.de
2
SMS
Berlin.

Das RTL-Dschungelcamp war am Freitagabend in der Primetime die erfolgreichste Sendung, hat im Vergleich zum Vorjahr aber gut eine halbe Million Zuschauer verloren.

Den Auftakt zur diesjährigen 13. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” verfolgten 5,95 Millionen Menschen. Im Jahr 2018 waren es noch 6,49 Millionen gewesen, im Jahr 2017 sogar noch 7,36 Millionen.

Der Marktanteil unter allen Zuschauern ab 3 Jahren, die vor den Bildschirmen saßen, betrug am Freitagabend (ab 21.15 Uhr) für RTL 23,1 Prozent. In der Zielgruppe des Privatsenders (14 bis 59 Jahre) waren es 32,1 Prozent.

So lief die erste Folge

Er ist schon in der ersten Folge gefallen, der berüchtigte Satz. „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus”, schluchzte Model Gisele Oppermann zum Auftakt der neuen RTL-Dschungelcamp-Staffel am Freitagabend. Sie wollte nicht über eine wackelige Planke vom Dach eines Hochhauses aus zu einem Buzzer balancieren – und war damit unter den angetretenen Möchtegern-Stars die einzige, die sich der ersten Dschungel-Prüfung verweigerte.

Schon in den ersten drei Sendeminuten wurden nackte Körperteile gezeigt. Blieb viel Zeit für Dschungelprüfungen, Krabbeltiere und Gespräche am Lagerfeuer im Laufe der 13. Staffel des Formats. Jeder Kandidat durfte wie gewohnt zwei "Luxusartikel" ins Camp mitnehmen. Die ehemalige Germany's next Topmodel Kandidatin Gisele Oppermann hat sich für ein Kuscheltier und einen Talisman entschieden.

Wer zieht ins Camp und sichert sich die Krone?

"Ich kenne keinen von meinen Mitcampern", so "Dahoam is Dahoam"-Schauspielerin Doreen Dietel. A-Prominenz ist schon gar nicht dabei, B-Prominenz aber auch nicht. Er dürfte vielen Zuschauern noch im Gedächtnis sein: Tommi Piper gab "Alf", der TV-Figur, vor vielen Jahren seine prägnante Stimme als Synchronsprecher.

Ein leichtes Knistern lag schon am ersten Camp-Tag in der Luft - allerdings nicht vom Lagerfeuer.

Dieses Mal überraschten die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich die Kandidaten schon mit einer der gefürchteten Dschungel-Prüfungen, bevor die „Stars” überhaupt im Dschungel angekommen waren. Ein Novum in der 13. Staffel der RTL-Sendung.

Deutsche „Wein-Königin”

Gisele hatte sich in Staffel drei von Heidi Klums „Germany's Next Topmodel” von Folge zu Folge geheult und vor dem Start ins Dschungelcamp versprochen: „Ich bin reifer geworden.” Nicht nur auf Twitter freuten sich die Dschungel-Fans, dass sie das zumindest in Folge eins noch nicht zeigte. «10 Jahre und es hat sich nichts geändert”, wurde dort etwa gespottet. Gisele wird als deutsche „Wein-Königin” gefeiert.

Auch bei ihrer zweiten Prüfung scheiterte sie, weil sie würgen musste, als sie einer Made den Kopf abbeißen sollte. Folgerichtig nominierte das Publikum sie auch gleich für die nächste Prüfung mit dem Namen „Kanal fatal”. Es wäre eine große Überraschung, sollte das ihre letzte Nominierung sein.

Leila Lowfire nackt am Weiher

Ansonsten präsentierte Ex-„Bachelorette”-Kandidat Domenico sich als feuriger Italiener („Diesen Feuer lässt man ab und zu mal im freien Wildbahn laufen”) und flirtete mit seiner Ex Evelyn.

Sex-Podcasterin Leila Lowfire („Ich bin schon eher so'n Charakterficker. Mein Typ ist Goethe”) zeigte sich nackt im Weiher und Tommi Piper (die deutsche Stimme von Alf) halbwegs entsetzt davon, dass Evelyn (nicht nur Ex von Domenico, sondern auch Ex-„Bachelor”-Kandidatin) offensichtlich keine Ahnung hat, wer Marlene Dietrich war. „Viele Frauen mit ausgeprägt weiblichen Rundungen”, urteilte er über seine Mit-Camperinnen. „Wenn die was in der Birne haben, dann ist das besser.”

Yotta vs. Töpperwien

Zwischen Bastian Yotta und seinem Widersacher, TV-Auswanderer und Currywurst-Mann Chris Töpperwien („There's no biz like Imbiss”), zeichnet sich unterdessen ein ausgewachsener, im Vorfeld prognostizierter und erhoffter Zickenkrieg ab.

Ex-Bob-Olympiasiegerin Sandra Kiriasis teilte ihre wichtigste Lebensweisheit („Hinten kackt die Ente”), Ex-Schauspielerin Doreen Dietel machte klar, warum sie im Dschungel ist („Ich mach's nicht wegen Kohle, ich hab schon Geld”), und Ex-Erotikstar Sibylle Rauch erzählte, dass sie mal obdachlos war: „Keine Dschungelprüfung kann so hart sein wie das Leben, das ich mehrere Monate führen musste.”

Nicht nur um die Dschungelkrone, sondern auch um 100.000 Euro Preisgeld geht es in diesem Jahr. Ebenfalls ein Novum. Rund zwei Wochen wird es bis zur Kür des Siegers noch dauern – oder, um es mit den Worten von Tommi Piper zu sagen: „Das wird ein hartes Ei. Hier musst Du die Hose offen machen.”

Die ganze erste Folge von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" können Sie hier sehen.

zur Homepage
Unser Sommerhit: Nordkurier digital + gratis Tablet