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Rostocker Zoo bleibt Besuchermagnet

Der Rostocker Zoo konnte 2014 das dritte Jahr in Folge mehr als 600 000 Gäste begrüßen. 2015 begann allerdings recht turbulent für den Tiergarten.

Noch ganz winzig ist das Eisbärenjunge unter seiner Mutter zu sehen. Das Fellbündel kam im Dezember zur Welt.
Foto: Zoo Rostock/dpa

Wie Zoodirektor Udo Nagel am Mittwoch berichtetekonnten zwar rund 5000 Besucher weniger als im Vorjahr begrüßt werden, dennoch seien im dritten Jahr in Folge deutlich mehr als 600 000 Gäste gezählt worden. Mit einem Besucheranteil von 36,5 Prozent aus anderen Bundesländern und vielen Gästen aus Dänemark, England, der Schweiz oder den Niederlanden habe der Zoo seine überregionale Ausstrahlung bestätigt.

Der Ausbruch der Vogelgrippe Anfang Januar hat die Planungen des Zoos ordentlich durcheinandergebracht, wie Nagel berichtete. Die Schäden im Bestand und Einnahmeausfälle bezifferte er auf rund 80 000 Euro. Dieses Geld fehle nun beim Umbau des alten Elefantenreviers, in das bald Flusspferde einziehen sollten. Sponsoren für eine notwendige Filteranlage werden dringend gesucht.

Insgesamt verlor der Zoo durch die Vogelgrippe 60 Vögel, die Bestände sollen wieder aufgefüllt werden. Mit den Ergebnissen der letzten Beprobung sollte am 20. Februar das Thema Vogelgrippe der Vergangenheit angehören, sagte Nagel.

Ein kleiner weißer Star im Zoo

2015 soll nicht so dramatisch weitergehen wie bisher. Jetzt dreht sich erst einmal alles um den kleinen Eisbären, der Anfang Dezember im Zoo zur welt kam. Die letzten Vorbereitungen für das sogenannte Polarium, der geplanten neuen Heimstätte der Eisbären und Pinguine, müssen noch getroffen werden. Dafür würden rund neun Millionen Euro investiert. Der noch namenlosen Eisbar wiege nach Schätzung der Tierpfleger etwa 4,5 Kilogramm. "Die Knopfaugen werden immer größer, und das Kleine versucht seine ersten Schritte", berichtete Kuratorin Antje Zimmermann.

Zurzeit passiere in der Wurfhöhle jedoch außer Trinken Schlafen oder Kuscheln nicht viel Neues. Demnächst sei eine kurze Kontrolle durch die Stammtierpfleger geplant. Sobald das Geschlecht feststeht, solle ein Namensaufruf gestartet werden. Die Taufe sei für Ostern geplant. Eisbärvater Lars, der auch Vater des weltberühmten, inzwischen aber gestorbenen Berliner Bären Knut ist, werde Rostock in Richtung des dänischen Aalborg verlassen und Platz für seinen Nachwuchs machen.