JOHANNISKIRCHE NEUBRANDENBURG

Rote-Rosen-Star glänzt mit dem Judas

2000 Jahre nach seinem Tod erscheint Judas wieder auf der Bildfläche. Die Premiere des Theaterstücks mit Philipp Oliver Baumgarten am Freitag war gut besucht – es gibt bereits weitere Termine.
Frank Wilhelm Frank Wilhelm
Das Einman-Stück fand in der Neubrandenburger Johanniskirche statt.
Das Einman-Stück fand in der Neubrandenburger Johanniskirche statt. Christian Brachwitz
Neubrandenburg.

Einen viel umjubelten Auftritt hat Philipp Oliver Baumgarten bei der Premiere des Monologs „Judas“ am Freitagabend in der Neubrandenburger Johanniskirche hingelegt. In dem Einmann-Stück erscheint Judas mehr als 2000 Jahre nach seinem Tod wieder auf der Bildfläche, um sich als Begleiter und Freund Jesus zu erklären sowie unbequeme Fragen zu stellen. Beispielsweise: Wie könne es sein, dass die Menschen dem Messias an einem Tag noch Hosianna zugerufen hätten, um am folgenden Tag „Kreuziget ihn“ zu schreien?

Fast eineinhalb Stunden währte Baumgartens Monolog, der dank seiner ausdrucksstarken und sprachgewaltigen Gestaltung aber nie langweilig wurde. Regisseur Oliver Trautwein hatte Baumgarten glänzend eingestellt.

Die kommenden Wochen werden für Baumgarten stressig bleiben. Der neue Rote-Rosen-Darsteller dreht in Lüneburg weitere Folgen der Telenovela. Zugleich stehen die nächsten „Judas“-Aufführungen in Neustrelitz (3. Oktober) und Güstrow (5. Oktober) an.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neubrandenburg

zur Homepage

Kommentare (8)

Judas, der durch den sogenannten Judas-Kuss den Römischen Wachen in Jerusalem verriet, welcher der 12 Männer (Jesus und die verbliebenen Jünger) nun Jesus sei. Für seinen Verrat erhielt Judas 30 Silberlinge vom Jüdischen Hohen Rat, mit denen er aber nicht glücklich wurde. Nach Jesu Kreuzigung warf er die Silberlinge in einen tiefen Brunnen und erhängte sich anschließend selbst an einem hohen Baum. Judas war ob dem Erkennen seiner eigenen Niedertracht schlichtweg wahnsinnig geworden. (Israel und Judäa waren damals römisch besetzt, und die Bevölkerung der Provinz-Hauptstadt Jerusalem erhoffte sich einen Messias, der mit Waffengewalt die Römer vertreibt. Jesus aber war ein Mann des Wortes, nicht des Schwertes. Auch erkannte er im Gegensatz zum Hohen Jüdischen Rat die Aussichtslosigkeit eines solchen Unterfangens angesichts der gewaltigen Militärmacht Roms. Die Juden haben Jahre später entgegen dem Rat Jesu (Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist) einen Aufstand gegen die Römer gewagt, der mit Tempel-Zerstörung in Jerusalem und einem Selbstmord-Massaker (Tragödie) in der Felsenfestung Massada brutal endete.

...als Tatsachenbericht zu verstehen, erfordert sehr viel Phantasie.

auf Wanderschaft mit Mutter Maria und seiner geliebten Maria Magdalena bis mindestens Kaschmir (heute zu Indien) am Himalaya-Gebirge. Dorten fuhr er dann in den Himmel auf. (Christi Himmelfahrt). Wer denken kann, ahnt wo Jesus (Isa) am Ende ankam. Einige Jünger verbreiteten seine Lehren später im Alleingang, so Thomas in Südindein.

"Ohne Judas kein Kreuz, ohne das Kreuz keine Erfüllung des Heilsplans. Keine Kirche ohne diesen Mann; keine Überlieferung ohne den Überlieferer!“

Der (christlich-katholische) portugiesische Seefahrer Vasco da Gama und dessen Nachfolger waren bass erstaunt, als sie um 1500 bei der (Wieder-)Entdeckung des Seeweges nach Indien auf dunkelhäutige Christen-Menschen trafen, die ihren Glauben vom Apostel (und zuvor einer der 12 Jünger Jesu) Thomas herleiteten, der ca. 35 u.Z. Indien durchquerte. Die moisten eher dunkelhäutigen Tamilen in Südindien sind aber bis heute Hinduistischen Glaubens. Die christlich-katholischen Priester im Gefolge späterer portugiesischer Seefahrer begründeten aber immerhin eine christliche Gemeinde in der südindischen Stadt Goa, wo seit einigen Jahrzehnten Trance-Festivals junger europäischer Party-Touristen stattfinden, mit Goa-Musik und teils auch drogenähnlichen Substanzen?, vermute ich.

begründete das äthiopisch-orthodoxe Christentum weit südlich von Ägypten, welches sich äußerst erfolgreich bis heute gehalten hat in ganz Äthiopien und den dort lebenden dunkelhäutigen Afrikanern. Johannes war auch einder 12 Jünger Jesu, der spatter als einer der Apostel den Nil-Fluß (river Nile) flußaufwärts Richtung Süden befuhr. Der Apostel und vormalige Jünger Jesu, der nach Rom ging und dort eine christliche Gemeinde aufbaute und somit die heutige katholische Papst-Kirche begündete, hieß Petrus. Ihm sind viele Kirchen in Europa gewidmet (Sankt Peter).

1) Man weiß es nicht. Der hohe jüdische Rat hatte womöglich noch einen Plan B oder auch C, diese Hohepriester wollten ihn unbedingt "sterben sehen" und diese Rabbiner (Rabbis und Groß-Rabbis) können auch flexible ihre Pläne anpassen oder neue Pläne entwerfen. Diese Hohepriester sollte man nicht unterschätzen.
2) Was meinen sie mit Erfüllung eines Heilplanes, etwa den weitverbreiteten Irrglauben der katholischen und vor allem auch evangelischen Heilslehre, "daß Jesus für unsere Sünden am Kreuz gestorben sei". Das ist absurd, sorry. Jeder ist für seine Handlungen nachwievor selbst verantwortlich und wird dafür früher oder spaeter die Konsequenzen tragen müssen, irdisch und/oder überirdisch, daß lehren alle weisen Religions-Lehren, und auch Jesus redete in diesem Sinne zu seinen Jüngern und späteren Aposteln.

3) wie schon zuvor gesagt, bauten die Apostel im Auftrag ihres "Lehr-Meisters" Jesus die christliche Kirche in verschiedenen Ecken der Welt auf, so Apostel Johannes im ostafrikanischen Äthiopien, Thomas im südasiatischen Indien, Petrus mitten in Rom, der Hauptstadt des Römischen Reiches, bedacht von Jesus mit den Worten "Auf diesen Felsen baue ich meine Kirche.", während Jesus seine Arme (bzw. Hände) auf die Schultern von Petrus und danach vermutlich auch den anderen Jüngern legte.
4) Die vier Evangelisten (Apostel/Jünger) Markus, Matthäus, Lukas und Johannes (der später nach Äthiopien ging und nicht verwechselt werden darf mit dem einige Zeit später lebenden Johannes, dem die für Arianer ungültige Offenbarung ca. aus dem Jahr 80 u.Z. zugeschrieben wird), erzählten ihre eigene Wahrnehmung der Ereigniss um das Jahr 30 u.Z. um Jesus im deshalb so genannten "Heiligen Land" mit Jerusalem als Zentrum in den Vier Evangelien. Das Thomas-Evangelium fehlt im derzeitigen Bibel-Kanon des Neuen Testaments, wo alles ab Jesus Zeit drin steht und was definitiv keine Fantasy ist, sondern reales Erleben der Protagonisten (Jünger) um Jesus.