FUSION 2018

Sind Festivals eine Gefahr für die Umwelt?

Am Mittwoch beginnt die Fusion, zehntausende Musik-Fans werden erwartet. Umweltaktivisten wittern Berge von Müll. Kann man Festivals noch ruhigen Gewissens besuchen?
Robin Peters Robin Peters
Viele Menschen machen auch viel Müll.
Viele Menschen machen auch viel Müll. Alexander Müller
Lärz.

Auf Festivals geht es längst nicht mehr nur um Musik. Zehntausende machen das Gelände für einige Tage zu ihrem Zuhause. Da fällt einiges an Müll an. Behalten die Feiernden dann noch ihr Öko-Gewissen? Lassen sich ausgelassenes Feiern auf Großevents wie der Fusion und zeitgemäßes Umweltbewusstsein noch vereinen?

Aus Sicht vieler Umweltschützer nicht. In den sozialen Medien häufen sich bereits Proteste: „Bespaßungs-Festivals mit Plastik und dieselgeneratorbetriebenem Digitalkaltsound oder Schlamm-Rock, sind im Angesicht der Herausforderungen 2018 entzaubert und out”, kritisieren Aktivisten von Stop Agrarindustrie die Fusion auf Twitter.

 

 

Auf der Fusion gibt es Müllpfand und Ökostrom

Doch die Veranstalter gehen offenbar mit der Zeit: Die Organisatoren des Fusion-Festivals, Kulturkosmos Müritz, kennen die Probleme auf Großveranstaltung: „Es ist natürlich viel Müll”, sagt eine Sprecherin. Dafür habe Kulturkosmos den Müllpfand auf dem Festival eingeführt. Jedes Ticket werde mit einem Aufpreis von 10 Euro verkauft. Dafür bekämen alle einen Müllsack. Erst wenn der gefüllte Sack mit einer Pfandmarke zurückgegeben werde, gebe es das Geld zurück.

Außerdem stelle Kulturkosmos nach eigenen Angaben Kompost-Toiletten auf, die auf lange Sicht die zahlreichen Dixi-Klos ersetzen sollen. Selbst bei der Energieversorgung bemühe sich das Fusion-Team um Sauberkeit. Denn das Festival laufe mit Ökostrom.

Die Bemühungen der Veranstalter sind indes auch außerhalb des Nordostens angekommen. Das Berliner Lifestyle-Magazin „Ajouré" empfahl die Fusion erst kürzlich als ideales Festival um „nachhaltig zu feiern”.

StadtLandKlassik - Konzert in Lärz

zur Homepage

Kommentare (2)

Nur weil Anhänger bei "Stop Agrarindustrie" keinen Spaß hat, dürfen andere keinen haben? Deren Lebensbild sollte sie selbst überprüfen.

Wer NWO Kultur will, wird auch im Müll und Gestank untergehen. Der ganze Flugplatz ist inzwischen eine Sondermülldeponie geworden, da kommt es auf noch mehr Microplastik, zerdepperten Glasflaschen, Motoröl im Boden und Kerosin im Grundwasser nicht drauf an. Monsanto und Chemtrail haben ja auch schon ums und über dem Gelände fleißig gesprüht. Was soll da noch schief laufen? Guckt euch mal bei den Pfadfindern um, wie die das mit dem Müllproblem lösen! +++ Hinweis der Redaktion: Auch wenn Ihr Kommentar womöglich ironisch gemeint ist, bitten wir Sie, sich an unsere Netiquette zu halten und haben den im letzten Satz enthaltenen expliziten Gewaltaufruf gelöscht. +++