CORONA UND DIE DDR

So lacht das Internet in der Corona-Krise

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Das gilt erst recht in diesen Zeiten. Im Internet werden jede Menge witzige Bilder und Videos verbreitet, die auch an DDR-Zeiten erinnern.
In Corona-Zeiten werden Ernnerungen wach, vor allem bei den Ossis.
In Corona-Zeiten werden Ernnerungen wach, vor allem bei den Ossis. ZVG
Sind die Franzosen wirklich nicht so verklemmt wie die Deutschen?
Sind die Franzosen wirklich nicht so verklemmt wie die Deutschen? ZVG
DDR-Mottowochen im krisengeschüttelten Deutschland.
DDR-Mottowochen im krisengeschüttelten Deutschland. ZVG
Wo werden all die Tausenden Klopapier-Rollen gelagert? Dieser Zeichner hat eine Antwort.
Wo werden all die Tausenden Klopapier-Rollen gelagert? Dieser Zeichner hat eine Antwort. ZVG
Alles halb so schlimm mit Corona?
Alles halb so schlimm mit Corona? ZVG
Neubrandenburg.

Die Lage ist ernst. Sehr ernst! Gerade deshalb scheint es wichtig, dass wir unseren Humor nicht verlieren. Ganz im Sinne des berühmten Reime-Schmiedes Joachim Ringelnatz (1883-1934), der feststellte: „Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.“ Gerade im Internet drücken zurzeit viele Witzbolde auf die Knöpfe, um die launigen Seiten der Corona-Krise abzubilden.

Gerne wird dabei auf die DDR verwiesen: „Grenzen dicht, Regale leer. Willkommen in der DDR!“ fasst ein Internet-Nutzer die Corona-Situation zusammen und prägt seinen Spruch auf eine DDR-Fahne. Aber gerade wir DDR-Bürger sind dank unserer 40-jährigen Erfahrung natürlich sturmerprobt. Wir haben Walter Ulbricht und Erich Honecker überlebt, wir werden auch Corona überleben: „Ihr macht mir keine Angst. Wir Ossis sind darin gut ausgebildet“, meint ein weiterer User im Netz, der sich auf geschlossene Restaurants und die Einschränkung der Reisefreiheit bezieht. Da sah es in der DDR ja fast noch besser aus: Hatten wir das Glück, eine Lokalität zu finden, wurden wir wenigstens platziert.

Derzeit weiß niemand, wie lange wir mit den Corona-Beschränkungen leben müssen. Ein Trost: 40 Jahre werden es wohl nicht werden.

Dafür brauchen wir das viele Klopapier!

Die Blödelbarden kommen auch am Thema Klopapier nicht vorbei. In der Tat fragt sich wohl jeder, in welchen Hamster-Höhlen all die Tausenden Großpackungen Abwisch-Zellulose lagern? Ein Karikaturist hat eine Antwort: Ein Hamsterer hat sich seine Klopapierrollen-Burg ins Wohnzimmer gebaut und blickt der Katastrophe ängstlich entgegen. Schaut man sich die Karikatur an, stellt man fest, dass die Mauern durchaus noch aufgestockt werden könnten.

Kennen Sie übrigens den? Warum brauchen wir zurzeit so viel Klopapier? Weil wir uns bei jedem Husten in die Hosen sch..., sorry, in die Hosen machen!

Franzosen hamstern Rotwein und Kondome

Mittlerweile ist es soweit gekommen, dass uns die Wessis um Klopapier anbetteln. Glauben Sie nicht? Tatsächlich berichtete eine Anklamerin, dass ein Verwandter sie aus Lüneburg angerufen hat, um zu fragen, ob sie nicht das begehrte WC-Material besorgen könne. „Ich bin durch sechs Märkte in Anklam gefahren, habe aber keine einzige Rolle bekommen“, sagt sie. Das wäre ja auch noch schöner, dass wir unser Papier-Reserven an die West-Schmarotzer geben!

Andere Länder, andere Sitten, meint ein weiterer Beobachter des seltsamen Einkaufsverhaltens dieser Tage: Während in Deutschland Nudeln und Klopapier – nicht zu vergessen Büchsen-Suppen und Hefe – aus den Regalen verschwunden sind, hamstern die Franzosen Rotwein und Kondome. Das lebenslustige Völkchen säuft sich Corona schön und macht das Beste aus dem Hausarrest!

Kondome und Druckwellen-Vibratoren sind der Renner

Zur Ehrenrettung unseres Volkes muss gesagt werden, dass auch wir nicht nur Klopapier-Rollen im Homeoffice zählen. Die deutsche Erotik-Branche meldet seit dem Ausbruch des Corona-Virus steigende Verkaufszahlen bei Kondomen und Gleitgel. Der Online-Erotikshop „Eis.de“ vermeldet, dass sich insbesondere „Druckwellen-Vibratoren“ besonders gut verkaufen.

Möglicherweise kann der eine oder andere nicht über die gerade gelesenen Zeilen schmunzeln. Macht nichts, sagte sich schon der Schriftsteller Sigismund von Radecki (1891-1970): „Deutscher Humor ist, wenn man trotzdem nicht lacht.“

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Kommentare (1)

Als gebürtiger Saarländer kann ich als nun in Neubrandenburg Lebender mehr mit der französischen Hamsterkultur des Wein und Kondome raffens, als mit der Neubrandenburger Regionalhamsterpolitik von Toilettenpapier und Nudeln anfangen. Hat das hier was mit gelernten DDR-Bürger zu tun? Sicher nicht. Jede Erklârung darf unwidersprochen bleiben. Es soll bitte nur bald vorbei sein. Auch journalistisch.