UMFRAGE

Sollte privates Feuerwerk zu Silvester verboten werden?

Während sich die einen auf das Feuerwerk zu Silvester das ganze Jahr lang freuen, sind die Böller und Raketen für andere ein Graus. Was meinen Sie: Sollte es verboten werden?
Nordkurier Nordkurier
Feuerwerk gehört für viele zu Silvester dazu. Fehlgezündete Böller oder Raketen, die nicht wie geplant nach oben schießen, können aber zu schweren Verletzungen führen (Archivbild).
Feuerwerk gehört für viele zu Silvester dazu. Fehlgezündete Böller oder Raketen, die nicht wie geplant nach oben schießen, können aber zu schweren Verletzungen führen (Archivbild). Florian Schuh
2
SMS
Neubrandenburg.

Bald ist es soweit, Silvester steht vor der Tür und viele machen sich jetzt schon Gedanken, wo sie ihre Raketen, Böller und Feuerwerks-Batterien kaufen sollen. Fest steht: Nicht von dubiosen Anbietern, denn dies ist besonders gefährlich, wie der erste Fund von illegalen Knallkörpern an der deutsch-polnischen Grenze zeigt.

Die Bundespolizei warnte ausdrücklich davor, nicht in Deutschland zugelassene Feuerwerks- und Knallkörper einzuführen. Die mangelhafte Verarbeitung und der verwendete Industriesprengstoff führten immer wieder zu lebensbedrohlichen Verletzungen. Feuerwerkskörper sollte auch in der EU immer mit einer Registriernummer und dem CE-Prüfzeichen versehen sein.

Umfrage: Was halten Sie vom Silvesterfeuerwerk?

 

 

 

Viele Menschen freuen sich schon lange vorher darauf, das neue Jahr mit einem anständigen Feuerwerk laut und farbenfroh begrüßen zu dürfen. Sie kennen es von Kindesbeinen an, es gehört traditionsgemäß zu Silvester wie Dinner for One oder das Runterzählen der letzten Sekunden vor dem Fernseher.

Was mit Feuerwerk aber angerichtet werden kann, zeigen nicht nur die schon beinahe erwartbaren Nachrichten von verletzten oder sogar getöteten Personen nach der Silvesternacht, sondern auch die Sprengung eines historischen Brunnes in Güstrow 2017/2018: Von mehr als 100.000 Euro Sachschaden sprach damals die Polizei. Bis heute ist unklar, wie der Wiederaufbau bezahlt werden soll.

Verbot in den Innenstädten

Lärm, Feinstaub, Müll, Brandgefahr: Immer wieder wird darüber diskutiert, privates Feuerwerk zu Silvester einzuschränken. In diesem Jahr haben sich zum Beispiel die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin auf der Insel Usedom dazu entschlossen, böllerfreie Strandabschnitte einzurichten.

Als Silvio Witt, der Oberbürgermeister von Neubrandenburg, nach dem vergangenen Jahreswechsel das Thema ganz vorsichtig auf die Agenda hob („Ich will niemandem die Freude am Feuerwerk verbieten.“) und von Zonen sprach, in denen die Knallerei möglicherweise untersagt werden könnte, erhielt er dafür jede Menge Gegenwind.

Schließlich rückte die Stadt schon ein paar Wochen später wieder von dem Feuerwerksverbot ab, obwohl ein solches in einigen deutschen Städten wie Bremen, Bielefeld, Dortmund oder Düsseldorf bereits ausprobiert wurde. Auch die Stadt Hannover hat angekündigt, in bestimmten Teilen der Innenstadt Feuerwerk zu verbieten.

Selbst in China Verbote

Selbst in China, dem „Urland” der Silvesterknallerei, gab es im vergangenen Jahr in der Innenstadt von Peking ein striktes Verbot für Raketen und Böller. Die Angst vor Smog, Verletzten und Feuer wog schwerer, als die Tradition böse Geister zu vertreiben. Auch in anderen Großstädten wie Shanghai und Hangzhou verhängten Behörden Verbote. Das chinesische Neujahrsfest findet 2019 am 5. Februar statt.

zur Homepage
Unser Sommerhit: Nordkurier digital + gratis Tablet