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Teufelsgeigerin entzückt Neubrandenburger Publikum

Patricia Kopatchinskaja und die NDR Radiophilharmonie unter Leitung von Andrew Manze begeisterten das Publikum in der Konzertkirche.
Patricia Kopatchinskaja und die NDR Radiophilharmonie unter Leitung von Andrew Manze begeisterten das Publikum in der Konzertkirche.
Geert Maciejewski

Tschaikowski und Berlioz, Patricia Kopatchinskaja und die NDR Radiophilharmonie sorgten für einen atemberaubenden Start der Festspiele MV. Ministerpräsident Erwin Sellering hatte sogar noch eine Überraschung im Gepäck.

Selbst Anke Völker-Zabka war euphorisiert. Die Konzertdramaturgin der Neubrandenburger Philharmonie hat natürlich schon etliche Konzerte erlebt. Auch das berühmte Violinkonzert D-Dur von Peter Tschaikowski. Aber so, wie es Patricia Kopatchinskaja, interpretiert hat, auch noch nicht. Das sei schon fast mehr Paganini als Tschaikowski, meinte Anke Völker-Zabka in der Pause des Eröffnungskonzertes des Festspiele Mecklenburg-Vorpommern am Sonnabend in der Neubrandenburger Konzertkirche.

In der Tat wuselte die junge, aus Moldawien stammende Violinistin wie eine Teufelsgeigerin über die Bühne. Sie streichelte die Saiten ihrer Geige, um sie gleich danach mit wuchtigen Strichen zu quälen, sie scherzte mit dem Instrument und weinte mit ihm. Zwischendurch musste Patricia Kopatchinskaja immer mal wieder die gerissenen Pferdehaare des Bogens entfernen. Schade, dass bei sinfonischen Konzerten - anders als beim Jazz - der Zwischenapplaus für Solistin nicht gewünscht ist. Immer wieder hätte man der Geigerin für ihr atemberaubendes Spiel applaudieren mögen, das - im Zusammenspiel mit der glänzend aufgelegten NDR Radiophilharmonie - ein gewaltiges Klangerlebnis darstellte.

Sellering verspricht weitere finanzielle Förderung

Nicht nur die Musik des Eröffnungskonzertes war ein Geschenk an die mehr als 850 Besucher in der ausverkauften Neubrandenburger Konzertkirche. Auch Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) brachte ein Geschenk mit. Das Land erkläre sich bereit, mitzuhelfen, die Stiftungssumme der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern im 25. Jubiläumsjahr, kräftig aufzustocken. Bis zu einer Summe von 250000 Euro gebe das Land für jeden Euro, der gespendet werde, einen Euro dazu, versprach Sellering. Derzeit beträgt das Stiftungskapital 2,4 Millionen Euro.

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