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Interview

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Tollenseseelauf 2018 wird noch spannender als im Vorjahr

Stefan Mast gewann im Vorjahr den Tollensesee-Marathon. Am 16. Juni ist er wieder am Start in Neubrandenburg (Archivbild).
Stefan Mast gewann im Vorjahr den Tollensesee-Marathon. Am 16. Juni ist er wieder am Start in Neubrandenburg (Archivbild).
Heiko Brosin

Der Tolleseseelauf in Neubrandenburg startet am 16. Juni. Nordkurier-Reporter Thomas Krause sprach mit Stefan Mast vom SV Turbine, der im Vorjahr den Marathon gewann.

Im Vorjahr bei Ihrem Sieg waren Sie mehr der Außenseiter. Als Titelverteidiger gehören Sie am 16. Juni zu den Favoriten. Wie sehen Sie ihre Rolle?

Wenn man sich das bisherige Starterfeld anschaut, bin ich auf keinen Fall der Favorit. Mit Felix Kuschmierz aus Schwedt und dem Neubrandenburger Paul Schnee sind junge Läufer gemeldet, die sehr schnell sind. Kuschmierz hat zum Beispiel eine Halbmarathon-Trainingszeit von 1:16 Stunde. Und man weiß nicht, wer sich da noch anmeldet. Es ist ein offenes Rennen. Ich fühle mich aber fitter und schneller als im Vorjahr. Ich denke, dass das Rennen spannender wird als im Vorjahr.

Ihre gute Form haben Sie beim Rennsteiglauf in Thüringen vor knapp zwei Wochen bewiesen. Beim Supermarathon über 73,9 Kilometer liefen Sie mit neuer Bestzeit in 6:23,39 Stunden immerhin auf Gesamtplatz 25 in einem starken Feld.

Ja, es lief so gut wie noch nie für mich. Ich war sogar 20 Minuten schneller als im Vorjahr. Ich denke, dass ich dadurch auch ganz gut vorbereitet bin für den Tollenseseelauf. Am fehlenden Training liegt es jedenfalls nicht. Klar ist aber auch: Der Tollensesee-Marathon ist für mich nur eine weitere Station auf dem Weg zum Müritzlauf im August.

Der Marathon am Tollensesee wird als der „Härteste im Norden“ bezeichnet: Zu Recht?

Auf jeden Fall. Ich bin noch keinen klassischen Marathon gelaufen, der schwerer ist. Aufgrund der Anstiege und der Geschwindigkeit ist der Tollenseseelauf schon vergleichbar mit dem Rennsteiglauf.

Was macht den Marathon so besonders?

Wenn man sich einmal alle Läufe in Mecklenburg-Vorpommern anschaut, dann gibt es für mich zwei Läufe, die dabei herausstechen: der Tollenseseelauf aufgrund seiner Härte und der Müritzlauf wegen seiner Länge (75km). Beide sind landschaftlich wunderschön, beide sind top organisiert. Den Tollenseseelauf gewonnen zu haben, ist daher schon etwas Besonderes für mich. Darauf bin ich sehr stolz.

Der Streckenrekord steht beim 2:44,56 Stunden, gehalten von Stefan Berndt. Ist der Rekord ein Thema für Sie?

Das wäre wirklich vermessen. Meine Bestzeit liegt bei 2:55, da müsste ich bei einem flachen Stadtmarathon schon um die 2:40 laufen können. Ich wüsste aber auch nicht, welcher Läufer aus MV momentan diesen Rekord knacken könnte.