KOMMENTAR ZUM RUNDFUNKBEITRAG

Warum muss ein Intendant mehr verdienen als der Bundespräsident?

Ums Geld geht es im Streit um den Rundfunkbeitrag offensichtlich nicht, es ist ein Glaubenskrieg. Dabei könnte man sehr wohl darüber diskutieren, ob das System auch effizienter und weniger abgehoben funktioniert.
Die geplante Erhöhung des Rundfunkbeitrags zum 1. Januar 2021 steht wegen eines drohenden Vetos in Sachsen-Anhalt fü
Die geplante Erhöhung des Rundfunkbeitrags zum 1. Januar 2021 steht wegen eines drohenden Vetos in Sachsen-Anhalt für ganz Deutschland weiterhin auf der Kippe. Marius Becker
Neubrandenburg ·

Schon bemerkenswert, dass da jetzt wegen 86  Cent im Monat womöglich eine Landesregierung krachen geht. Ums Geld kann es bei dem hochgekochten Thema Rundfunkbeitrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio also ganz offensichtlich nicht gehen, das ist ein Glaubenskrieg.

Die CDU in Sachsen-Anhalt glaubt einfach felsenfest daran, dass ein Intendant nicht deutlich mehr als ein Bundespräsident verdienen muss – in der Spitze 385.000 Euro im Jahr. Oder dass so ein Intendant 15.000  Euro pro Monat als Ruhestandsgehalt bekommen muss. Oder dass der ganze Apparat immer größer und größer werden musste und dass man da beim besten Willen nicht irgendwelche Programme oder Spartensender einsparen kann.

BBC günstiger als deutsches System

Dass das sehr wohl geht, zeigt die hoch gerühmte BBC in Großbritannien, die für die dortigen Bürger rund vier Euro im Monat günstiger ist als unser öffentlich-rechtliches Teuerstes-der-Welt-System. Man könnte also sehr wohl darüber diskutieren, ob das nicht alles vielleicht eine Nummer effizienter und weniger abgehoben geht.

Wenn man dann nicht die mediale Breitseite dieser Medienmacht abbekommen würde. Denn die lieben Kollegen wollen natürlich weitermachen wie bisher. Kritiker der hohen Gebühren werden da sehr schnell in die Ecke von Demokratiefeinden gerückt. Und weil SPD, Linke und Grüne in den Redaktionen viel mehr Freunde als die anderen Parteien haben, stoßen sie ins gleiche Horn. Verständlich. Und sehr bedenklich.

Weiterlesen: Mecklenburg-Vorpommerns Regierung empfiehlt Erhöhung des Rundfunkbeitrags

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Kommentare (15)

Der Kommentar geht in die richtige Richtung.
Wenn, nach eigener Aussage, in der Vorweihnachtszeit 60mal der Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ läuft, dann ist das rechnerisch an 20 Tagen jeweils 3mal.
Das ist eindeutig Zuschauerverar.sche.
Wer es wirklich braucht, soll aufs Internet zurückgreifen.
Auch fehlt mir eine Leistungsbetrachtung diverser Sender und Moderatoren.
Ich brauche keinen Bömermann im Hauptprogramm.
Ich brauche ihn eigentlich überhaupt nicht.
Und wenn ein Herr Gottschalk unter anderem durch sein ständiges „ans-Knie-Grabbeln“ bei diversen Promidamen die ehemals „größte“ Familiensendung ins Abseits gefahren hat, sollte er zur Belohnung aus dem Bezahlfernsehen verbannt werden, und zwar für immer.
Wer in der „freien Marktwirtschaft“ versagt, wird entlassen.
Warum nicht hier?

🕊

"Wer in der „freien Marktwirtschaft“ versagt, wird entlassen."
Was? Ackermann, Piech, von Pierer, Zumwinkel, Schremp wurden entlassen?
Bei solchen finsteren Gestalten kann man nämlich auch fragen, warum die mehr als ein Bundespräsident kassieren müssen, obwohl die auch nix leisten

Die Bezüge sind das Eine. Die Krönung ist aber, dass die Zwangsgebühren dazu verwendet werden, den Chefs der Anstalten des Öffentlich.rechtlichen Rundfunks die Pensionen zu finanzieren. Für ZDF-Intendant Thomas Bellut sind 5,2 Mio EURO als Pensionsrücklage im Haushalt eingestellt. Das sind 20.000 EURO pro Monat. Für 6 Führungsmitglieder des ZDF wurden 17,3 Mio EURO zur Seite gelegt.
Der Barwert der Pensionsverpflichtung für ARD-WDR-Intendant Ton Buhrow betrug Ende 2018 rund 4,1 Mio EURO. Sein derzeitiger Pensionsanspruch beläuft sich auf rund 15.000 EURO pro Monat. Der WDR, und nur der WDR, von den anderen Länderanstalten ganz zu schweigen, hat 10,9 Mio EURO für 4 Mitglieder der Geschäftsleitung zurück gestellt.
Seit wann ist es gerecht, dass Millionen Fernsehzuschauer und Rundfunkhörer die Pensionen der Intendanten finanzieren müssen ? Wer finanziert denn meine, deine, unsere Renten ??? Wir armen Schweine haben ein Arbeitsleben lang Beiträge abführen müssen. Und trotzdem greifen uns die habgierigen Intendanten dank der regierungsamtlichen Rückendeckung ungeniert wieder in die Taschen. Dieser Staat ist ein Ausbeuterstaat - nur geglaubt haben es bis 1989 nur die wenigsten. Ich hoffe, die CDU in Sachsen-Anhalr bleibt bei ihrem Nein zur Gebührenerhöhung.

Ja, es ist ein Ausbeuterstaat. Der pure Kapitalismus, aber das hatten wir ja schon in der Schule gelernt...
Erst wird dem kleinen Manne sein Arbeitsleben mit Steuern aller art belastet um dann nochmals seine Rente zu besteuern, also doppelt ab gezockt!
Irgendwie müssen die ja da oben ihre Taschen voll kriegen. Es ist kein Wunder das immer mehr Menschen wegen dieser Sachen auf die Straße gehen.
Was hatten die Menschen auf den Straßen der DDR einst gefordert: weniger Bürokratie, das Gegenteil ist eingetroffen!

über das Paktieren von Demokraten mit Verfassungsfeinden nicht!

Leg dich endlich in deinen bereitstehenden Kiefernsarg und schweige!

👍👍👍

9 Landesrundfunkanstalten,74 öffentlich-rechtliche Radiosender,22 öffentlich finanzierte Orchester.
Und so verteilen sich die monatlichen 17,50 Euro:

0,33 Euro erhalten die Landesmedienanstalt. Diese sind Aufsichtsbehörden für private Radio- und Fernsehprogramme und Internetangebote und werden von den jeweiligen Bundesländern unterhalten.
0,48 Euro gibt es für das Deutschlandradio.
4,32 Euro erhält das ZDF. Für alle Angebote - auch online.
12,37 Euro bekommt die ARD - inklusive Erstes Deutsches Fernsehen, tagesschau24, One, ARD-Alpha, anteilig Phoenix, Kika, Arte und 3sat sowie Videotext- und Onlineangebote.

Insgesamt knapp 8 Milliarden € und es wird teurer.

1/2 Tankfüllung. Besser als irgendwelche Kuppelshows und Promigequatsche bei RTL!

wäre mir der Rundfunkbeitrag auch egal. Bezahlen eh alles die anderen.

"Warum muss ein Intendant mehr verdienen als der Bundespräsident?" - Weil Intendanten von ARD und ZDF mehr Macht haben und medialen Einfluss lenken und ausüben können, als ein Bundespräsident. Herr Mladek, war die Frage ernst gemeint? Die Kenia-Koalition in Sachsen-Anhalt geht nicht kaputt. Es ist Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt, im Juni wird gewählt.

Wenn man die Rundfunkgebühr in „Rundfunkbeitrag“ umbenennt, und die Gebühren-Einzugs-Zentrale in „Beitragsservice“, dann ist das gleich doppelt falsch. Denn ein Beitrag wäre freiwillig, eine Gebühr wird von staatlichen Institutionen erhoben, und bei Nichtzahlung droht die Vollstreckung.
Und eine Service ist es schon gleich gar nicht. Denn dann könnte man das Finanzamt auch in „Staatsbeitragsservice“ umbenennen, und die Einkommensteuer wäre ein „Staatsbeitrag“.
Orwell lässt grüßen.
In den Niederlanden hat man die Rundfunkgebühr längst abgeschafft, dafür die Einkommensteuer erhöht. Aus den Mehreinnahmen wird der Öffentlich Rechtliche Rundfunk finanziert. Das wäre eine sinnvolle Lösung, denn die Rundfunkgebühr ist eine gigantische, bürokratische Irrsinn. Alleine das Eintreiben der Gebühren kostet jährlich Hunderte Millionen Euro.

ja nicht nur bei den Rundfunkgebühren das findet man doch genauso bei den Krankenkassen wozu bitte brauchen wir diese vielen Krankenkassen mit Ihren gut bezahlten Vorständen und Aufsichtsräten. Warum reichen nicht ein oder zwei. Warum zahlen diejenigen die mit Ihren dicken Pensionen das meiste aus dem Rententopf nehmen nichts ein usw. Beim gemeinen Volk ist eben am meisten abzugreifen deswegen. Das schlimme ist bei den Rundfunkgebühren das man trotz vieler anderer Sender und Möglichkeiten zahlen muss selbst wenn man diese Sender gar nicht gucken will. Da gab es in der DDR ein schönes Wort freiwilliger Zwang.

wäre sicherlich auch gut für Deutschunterricht für Leute wie Klartext gut angelegt.