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Weltberühmter Pianist kommt nach Neubrandenburg

David Helfgott ist ein Weltstar. Klassik-Fans können ganz eigenwillige Interpretationen großer Meister erwarten.
David Helfgott ist ein Weltstar. Klassik-Fans können ganz eigenwillige Interpretationen großer Meister erwarten.
Agentur

Viele Menschen kennen sein Schicksal aus dem preisgekrönten Film „Shine“. Und nun startet David Helfgott seine Europa-Tournee ausgerechnet in einem Konzertsaal, den er noch gar nicht kennt.

David Helfgott hat bei seinen Tourneen schon viele Ecken Deutschlands kennengelernt. Nur in MV war der Pianist noch nicht, obwohl ihn die Landschaft sehr reizt. Auf der Suche nach einem passenden Konzertsaal für den Pianisten musste Helfgotts Leipziger Agentur also nicht lange überlegen. Sie hatte vor knapp zwei Jahren bereits die Fäden für ein Klassikprojekt des damaligen Neubrandenburger Generalmusikdirektors Stefan Malzew und der Halleschen Ausnahmepianistin Ragna Schirmer in den Händen, sodass die Qualitäten der Konzertkirche bekannt sind. Deshalb habe man Helfgott den Neubrandenburger Konzertsaal zum Auftakt seiner Europa-Tour vorschlagen können.

Damit bildet die Viertorestadt am 18. Oktober den Ausgangspunkt für eine Reihe illustrer Tourneestandorte. Helfgott wird bis 4. Dezember unter anderem in Stuttgart, Wien, Budapest und Berlin gastieren. Zum Abschluss wird er zweimal in der Türkei auftreten – in Izmir und Ankara.

An Rachmaninow zerbrach er fast

Helfgott wurde 1947 in Melbourne geboren und bewies früh, dass er ein Ausnahmetalent am Klavier ist. Mitte der 70er Jahre kam dann der große Einbruch. Wegen einer psychischen Erkrankung verbrachte Helfgott sechs Jahre in einer offenen Anstalt. Er habe seine innere Musik verloren, so beschreibt er selbst seine Krankheit. Der Tag, an dem die Musik zurückkehrte, rettete ihn.

Bekannt wurde das bewegende Schicksal von David Helfgott durch den Oscar-prämierten Hollywood-Film „Shine – der Weg ins Licht“. Geoffrey Rush spielt den erwachsenen Komponisten. Musikalisch im Mittelpunkt steht das berühmte 3. Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow. Es ist eines der zugleich kompliziertesten wie schönsten Solokonzerte für Pianisten. Helfgott zerbrach während seiner Krankheit fast an dem Stück. Es gelang ihm aber auch, sich an Rachmaninow wiederaufzurichten.

Da David Helfgott in der Neubrandenburger Konzertkirche als Solist auftritt, wird das 3. Klavierkonzert nicht erklingen können. Rachmaninow steht aber trotzdem auf dem Programm – mit der Sonate Nr. 2. Außerdem spielt Helfgott Stücke von Franz Liszt, Frédéric Chopin sowie Johann Sebastian Bach.