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Wildecker Herzbuben fordern mehr Volksmusik

Wilfried Gliem (l.) und Wolfgang Schwalm.
Die beiden Herren sind die Wildecker Herzbuben: Wilfried Gliem (l.) und Wolfgang Schwalm.
Matthias Hiekel

Sie sind seit Jahrzehnten erfolgreich im Geschäft, sie wissen, um was es geht. Die Wildecker Herzbuben wollen, dass Volksmusik im Fernsehen mehr Bedeutung zukommt.

Die Wildecker Herzbuben („Herzilein“) fordern mehr Volksmusik im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Volksmusik sei für viele Programmverantwortliche „was Dummes“, sagte Sänger Wilfried Gliem. Es stehe jedem zu, die Musik schlecht zu finden. „Aber wenn ich in einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk bin, habe ich einen Auftrag. Und dann muss ich auch alle Leute bedienen, die meine Gebühren bezahlen“, sagte der Volksmusiker.

„Die haben einen Bildungsauftrag, und diesen Auftrag erfüllen sie nicht mehr, indem sie manche Sparten weglassen. Damit beleidigen sie ein Millionenpublikum.“ Er selbst sei allerdings auch kein „Volksmusik-Freak“, sagte der 68-Jährige Gliem. „Ich höre am liebsten Klassik. Aber ich weiß, welche Wirkung diese Musik auf die Menschen hat.“