Unsere Themenseiten

:

Wir sind die Millers

Eine ziemlich lustige Familie: die Millers.
Eine ziemlich lustige Familie: die Millers.
Warner Bros Entertainment

Jennifer Anistons äußerst ansehnliche Strip-Nummern haben schon vor Filmstart für Schlagzeilen gesorgt. Sie sind aber nur ein Highlight in einer der wenigen Komödien, die diesen Titel in den letzten Jahren auch wirklich verdient haben.

Regisseur Rawson Marshall Thurber („Voll auf die Nüsse“) hat kurz nach Beendigung seines Studiums den genialen Super-Bowl-Werbespot „Terry Tate, Office Linebacker“ ersonnen und inszeniert, der auf mehr als 13 Millionen YouTube-Klicks verweisen kann. Auch in seiner neuen Kinokomödie verbindet der Filmemacher wieder Wortwitz und physische Komik.

Der kleine Dealer David Clarke (Jason Sudeikis) wird ausgeraubt und sowohl seiner Barschaft als auch seiner Ware entledigt. Dieses Missgeschick ist im Laufe der Filmgeschichte schon vielen Drogenhändlern widerfahren und es hat selten ein gutes Ende genommen. Auch Davids schriller Großlieferant Brad (Ed Helms) und seine Muskelmänner kennen kein Pardon. Um den Schaden wieder gut zu machen, soll der Unglücksrabe heiße Ware aus Mexiko importieren. Ein äußerst gefährliches Unterfangen, dessen Scheitern zweifelsohne lebenslang gesiebte Luft nach sich ziehen würde.

Eine skurrile Begegnung inspiriert David zu einem verwegenen Plan. Eine Bilderbuchfamilie in einem schicken Wohnmobil würde beim Grenzübertritt kaum Verdacht erwecken, zumal der Nationalfeiertag vor der Tür steht. Zumindest gedanklich hat David das Casting der Scheinfamilie schon abgeschlossen. Seine ebenso attraktive wie scharfzüngige Nachbarin Rose (Jennifer Aniston), eine notorisch abgebrannte Stripperin, gäbe eine perfekte Ehefrau ab. Der naive Kenny (Will Poulter) soll den Sohn mimen, die aufrührerische Ausreißerin Casey (Emma Roberts) könnte die „Millers“ komplettieren. David muss viel Geld versprechen und überzeugende Argumente vorbringen, aber seine Hartnäckigkeit hat schließlich Erfolg. Und schon fahren „die Millers“ nach Mexiko! Vor Ort erweist sich die Lieferung als wesentlich umfangreicher als erwartet. Bald müssen die Teilzeitkriminellen nicht nur die Behörden fürchten, sondern auch skrupellose Drogenhändler, die den Ablauf des Geschäfts ernsthaft beanstanden. Von mexikanischen Riesenspinnen ganz zu schweigen…   

Jennifer Anistons äußerst ansehnliche Strip-Nummern haben schon vor Filmstart für Schlagzeilen gesorgt. Sie sind aber nur ein Highlight in einer der wenigen Komödien, die diesen Titel in den letzten Jahren auch wirklich verdient haben. Der Humor ist durchaus anzüglich, aber nicht ordinär. Im Laufe des Filmes wird nicht nur viel gelacht, die allmählich zu einer echten Familie mutierenden Millers wachsen dem Zuschauer auch emotional ans Herz. Gekürzt um die richtigen fünfzehn Minuten wäre „Wir sind die Millers“ die perfekte Komödie. In seiner jetzigen Form ist der Film leider nur herrlich.

Verleih: Warner Bros.   
Bundesstart: 29. August 2013
Genre: Komödie
Mehr Infos unter: www.WirSindDieMillers.de

Wertung:
Anspruch: 0
Spannung: 3
Action: 3
Humor: 4
Erotik: 1