FAMILIENKONZERT DER NORDKURIER-SINFONIKER

Zauberhafte Zauberflöte erklingt in Neubrandenburg

Seit Wochen war das Familienkonzert der Nordkurier-Sinfoniker in Neubrandenburg ausverkauft. Kein Wunder, stand doch eine der berühmtesten Opern der Klassik auf dem Programm.
Erneut spielten die Nordkurier-Sinfoniker zum Familienkonzert vor ausverkauftem Haus.
Erneut spielten die Nordkurier-Sinfoniker zum Familienkonzert vor ausverkauftem Haus. Frank Wilhelm
Juri Tetzlaff und die Tanzmädchen des SCN sorgten für Stimmung auf der Bühne.
Juri Tetzlaff und die Tanzmädchen des SCN sorgten für Stimmung auf der Bühne. Frank Wilhelm
Zauberhafte Zauberflöte: Das Vögelchen betritt den Saal.
Zauberhafte Zauberflöte: Das Vögelchen betritt den Saal. Frank Wilhelm
Kika-Moderator war nach dem Konzert ein gefragte Autogramm-Geber bei den Kindern.
Kika-Moderator war nach dem Konzert ein gefragte Autogramm-Geber bei den Kindern. Frank Wilhelm
Natürlich durfte auch der Vogelfänger aus der Zauberflöte nicht fehlen.
Natürlich durfte auch der Vogelfänger aus der Zauberflöte nicht fehlen. Frank Wilhelm
Neubrandenburg.

Als die berühmte Arie der „Königin der Nacht” erklang, schmiegte sich die kleine Mika eng an die Schulter der neben ihr sitzenden Mama. Die Vierjährige hat gespürt, wie viel Emotionen das wohl bekannteste Lied aus Mozarts „Zauberflöte” enthält. „Mama, ich habe Dich lieb”, sagte Mika zu ihrer Mutter Sylvia Goldbeck. Als die letzten Klänge der Arie, dargeboten von Yeni Lee verstummten, gab es euphorischen Szenenapplaus für die Sängerin. Verdientermaßen.

Mika und Sylvia Goldberg waren am 19. Oktober aus Wallmow bei Prenzlau zum Familienkonzert der Nordkurier-Sinfoniker in die Neubrandenburger Konzertkirche gekommen. Tochter und Mutter haben die lange Fahrt nicht bereut. „Es war wunderbar, ganz toll”, schwärmte die junge Frau. Sie war nicht nur das erste Mal bei dem Nordkurier-Familienkonzert. Auch der Besuch in der Konzertkirche war für die kleine Familie eine Premiere.

Bereits zum vierten Mal haben die Nordkurier-Sinfoniker ein Konzert für Klein und Groß aufgeführt. Vor vier Jahren starteten sie das damals von außen mit viel Skepsis betrachtete Projekt mit der Nussknacker-Suite von Tschaikowsky. Schon zur Premiere 2015 war die „Hütte” voll. Weiter ging's mit „Peter und der Wolf” (2016) sowie dem „Karneval der Tiere” (2017). Jedes Mal waren die Konzerte Wochen vorher ausverkauft. Mittlerweile sind die Neue Philharmonie Berlin, die für die Neubrandenburger Konzerte als Nordkurier-Sinfoniker auftreten, Juri Tetzlaff als lockerer, professioneller Moderator und die jungen Tänzer des Sportclubs Neubrandenburg so sehr vertraut miteinander, dass die Konzerte von Jahr zu Jahr mehr Vergnügen machen.

Schon mehrfach im Baumhaus des Sandmännchens gesehen

Das spricht sich herum – bis nach Trantow bei Loitz, wo Caroline Stegelmann mit ihrer Familie lebt. Auch für sie war der Besuch des Familienkonzerts eine Premiere. „Ich habe davon in der Zeitung gelesen.” Sie hatte nicht nur ihre Kinder Philippa (3), Johann (5) und Sophie (7) im Auto. Auch ihre Großmutter Marie-Luise Schacht war mitgekommen. Sie kommt aus Bad Oldesloe und zeigte sich nach dem Konzert sehr angetan. „Das war sehr gut.” Ihr Urenkel Johann stand vor allem auf Kika-Moderator Juri Tetzlaff. Den kenne er aus dem Fernsehen, so Johann. Im Baumhaus des Sandmännchens habe er Juri schon mehrfach gesehen. Das geht wohl den meisten Kindern so. Das Sandmännchen scheint nach wie vor zum Standardprogramm der Mädchen und Jungen zwischen 3 und 8 Jahren zu gehören, wie der Anfangsapplaus für Tetzlaff bewies, der sich auch nicht groß vorzustellen brauchte.

Es ist immer wieder beeindruckend, wie er sein Publikum von Anfang an mit nimmt. Dieses Mal mussten die Besucher zwischen 2 und 95 Jahren beispielsweise das Blasen des Winds und die böse Schlange nachahmen. Mit viel Phantasie übersetzte er die immerhin schon mehr als 230 Jahre alte Mozart-Oper in die Sprache und das Fühlen heutiger Kinder. Etwa, als er die Gefühlslage der Pamina beschreibt, nachdem ihre Mutter ihr den Dolch überreicht, mit dem sie Sarastro töten soll. Und, was sagt Pamina da, fragte Tetzlaff ins Publikum. Schulterzucken beim Publikum. Genau, so Tetzlaff, da könne sie doch nichts dazu sagen. Kaum zu glauben, dass sich das Orchester unter Andreas Schulz, Tetzlaff und die SCN-Tänzer immer erst am Vormittag der Aufführung treffen, um das erste Mal gemeinsam zu üben.

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