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„Schneegesellschaft“ gewinnt zwölf Goyas

Valladolid / Lesedauer: 1 min

Der spanische Überlebensthriller über die Ereignisse nach einem Flugzeugabsturz 1972 in den Anden räumt in Valladolid die meisten Preise ab. Auch die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller darf jubeln.
Veröffentlicht:11.02.2024, 10:19

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Der spanische Überlebensthriller und Oscar-Kandidat „Die Schneegesellschaft“ („Sociedad de la Nieve“) hat bei der 38. Vergabe der Goya-Filmpreise abgeräumt. Der Film des Regisseurs Juan Antonio Bayona wurde bei der Gala am Samstagabend im nordspanischen Valladolid mit insgesamt zwölf Goya-Preisen ausgezeichnet. Das zweieinhalbstündige Werk erhielt unter anderem die Preise als bester Film und für die beste Regie.

In dem Film geht es um die Ereignisse nach einem Flugzeugabsturz 1972 in den Anden, bei dem 12 der 45 Insassen sofort ums Leben kamen. Die Überlebenden, Mitglieder einer Rugby-Mannschaft aus Uruguay, beginnen sich in der Kälte von den im Eis konservierten Leichen zu ernähren. Von den 45 Insassen des Flugzeuges können nach 72 Tagen schließlich noch 16 gerettet werden. 

Zweiter Erfolgs-Film in Valladolid war das Langfilm-Debüt der Regisseurin Estibaliz Urresola Solaguren „20.000 Arten von Bienen“ („20.000 Especies de Abejas“) über die Probleme eines heranwachsenden Trans-Kindes. Erzählt wird die Geschichte eines Sommerurlaubs aus der Sicht des Kindes. Urresola Solaguren erhielt die Preise für die beste Nachwuchsregisseurin und für das beste Originaldrehbuch und Ane Gabarain wurde als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

Der deutsche Beitrag „Das Lehrerzimmer“ von Ilker Catak, der für die Kategorie bester europäischer Film nominiert war, ging leer aus. Ausgezeichnet wurde hier das französische Werk „Anatomie eines Falls“ („Anatomie d'une chute“) der Regisseurin Justine Triet mit Sandra Hüller in einer der Hauptrollen des Justizdramas.

Die US-Schauspielerin Sigourney Weaver erhielt den Goya International. Sie habe eine Reihe unvergesslicher Charaktere sowohl in der Komödie als auch im Drama geschaffen, von Ripley in der Alien-Saga bis zu Dian Fossey in „Gorillas im Nebel“, schrieb die Akademie der Künste.