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Löw: Ich mache mir keine Sorgen

Joachim Löw war mit dem USA-Trip zufrieden. [KT_CREDIT] FOTO: Thomas Eisenhuth

Nach der Pleite gegen die USA stellt sich Bundes- trainer Joachim Löw der Presse. Holger Schmidt notierte die Erkenntnisse des Nationaltrainers.Joachim Löw, ...

Nach der Pleite gegen die USA stellt sich Bundes- trainer Joachim Löw der Presse. Holger Schmidt notierte die Erkenntnisse des Nationaltrainers.

Joachim Löw, wie bewerten Sie die 2:4-Niederlage gegen die USA?
Es war auf jeden Fall ein sehr unterhaltsames Spiel zum 100. US-Jubiläum. Es gab sieben Tore, die Zuschauer hatten sicher ihre Freude. Wir haben die erste Halbzeit ein bisschen verschlafen und zurecht zurückgelegen. In der zweiten Halbzeit haben wir trotz der hohen Temperaturen einen Gang hochgeschaltet, das 4:4 lag in der Luft. Aber bei Testspielen probiere ich gerne etwas aus, deshalb stand das Ergebnis diesmal nicht im Vordergrund.

Wie fällt Ihr Fazit dieser im Vorfeld so umstrittenen Reise aus?
Das Fazit ist extrem positiv. Weil ich das Gefühl habe, dass wir in Abwesenheit einiger Hauptakteure die richtigen mitgenommen haben. Die Spieler haben wahnsinnig viel Motivation und Begeisterung gezeigt. Alle werden Ihnen bescheinigen, dass ihnen die Reise gut getan hat.

Marc-André ter Stegen hat beim 0:2 ganz unglücklich ausgesehen. Wird er es nun schwer haben in der Nationalelf?
Natürlich hat er einen Fehler gemacht, klar. Das war schade für ihn und für uns. Aber er ist normalerweise ein Torhüter, der fußballerisch sehr gut ist, das sieht man auch im Training.

Wie viel Sorge macht Ihnen die Innenverteidigung? Auch, da angesichts der Verletzung von Holger Badstuber nicht sehr viele Spieler hinzukommen?
Ich mache mir keine Sorgen. Es gab einige Wechsel, und wir hatten nur zwei oder drei Trainingseinheiten seit dem letzten Spiel. Dass da Fehler passieren, ist klar. Aber wir haben in Mats Hummels und Jerome Boateng noch einige Innenverteidiger.

War Max Kruse, der das erste Tor vorbereitet und das zweite geschossen hat, für Sie ein Lichtblick?
Er hat mir in beiden Spielen absolut gut gefallen und hat mich auch im Training überzeugt. Mit ihm kam mehr Torgefahr rein, weil er sich wahnsinnig gut bewegt.

Hat Sie überrascht, wie gut die US-Mannschaft teilweise gespielt hat?
Nein. Die USA sind voll im Wettkampf vor drei sehr wichtigen Qualifikationsspielen. Wir wussten, dass sie vor dieser Kulisse topmotiviert sein werden, zumal sie nach der Niederlage gegen Belgien in der Bringschuld waren.