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Anklams Notelf schockt Anker

Die Anklamer um Michal Protesewicz (links, im Duell mit Clemens Lange) erkämpften gegen Anker Wismar einen Punkt.
Die Anklamer um Michal Protesewicz (links, im Duell mit Clemens Lange) erkämpften gegen Anker Wismar einen Punkt.
Stefan Justa

Das stark ersatzgeschwächte Anklamer Verbandsliga-Team sorgt gegen Anker Wismar für eine Überraschung.

Dieser Punktgewinn gibt Selbstvertrauen für das Pokal-Highlight in fünf Tagen gegen Oberliga-Absteiger FC Anker Wismar. Trotz großer Personalsorgen haben die Verbandsliga-Fußballer des VFC Anklam auf eigenem Rasen gegen ihren Viertelfinal-Kontrahenten ein 1:1-Unentschieden erkämpft.

Für den viel umjubelten Ausgleich sorgte kurz vor dem Abpfiff Jan Winter, der erst wenige Minuten zuvor eingewechselt wurde.„Ich muss meinen Spielern ein großes Kompliment machen. Alle sind von der ersten bis zur letzten Minute mit großer Leidenschaft aufgetreten“, freute sich VFC-Trainer Hagen Reeck.

„Besonders hervorzuheben sind mit Nico Barz, Lutz Thom, Max Obermeit und Philipp Behr vier Akteure, die erstmals in dieser Saison von Beginn an aufgelaufen sind“, betonte der 54-Jährige, der im Verlauf des Spiels mit Gregor Kienel, Sebastian Schulz und Jan Winter noch drei weitere Kicker einsetzte, die in dieser Spielzeit erstmals Verbandsliga-Luft schnupperten.

„Das war heute unser letztes Aufgebot. Ich hoffe, dass sich die personelle Situation in den nächsten Tagen entspannt“, sagte der Verantwortliche. Er hatte nach der Partie allen Grund zur Freude, denn auch ohne die elf Leistungsträger Stefan Schmidt, Toni Rabe, Nils Gütschow, David Schulz, Marco Hartmann, Christoph Gehrke, Damian Staniszewski, Maximilian Stöck, Mathias Weylo, David Gleißner und Pawel Bielecki bot Anklams Notelf dem Oberliga-Absteiger Paroli.

Ersatzstürmer Lutz Thom hatte nach zehn Minuten sogar die beste Chance der ersten Halbzeit, nach seinem Schuss landete der Ball aber am Pfosten. Phil Skeip scheiterte wenig später am Anker-Keeper. Ernsthaft in Bedrängnis brachten die Wismarer VFC-Schlussmann Nico Barz bei seinem Debüt in der höchsten Spielklasse Mecklenburg-Vorpommerns erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs, überwinden ließ sich der Ex-Torgelower aber nicht.

Machtlos war der 18-jährige allerdings in der 55. Minute bei einem Schuss von Jamiro Gregory Alvarenga aus 20 Metern Torentfernung, der mit Windunterstützung im VFC-Gehäuse einschlug. Anschließend versäumten es die nun überlegenen Gäste, den zweiten Treffer nachzulegen.

Dagegen stemmten sich die Peenestädter mit großem Kampfgeist gegen die drohende Niederlage und wurden in der 88. Minute auch belohnt. Jan Winter schloss die einzig gelungene Offensivaktion der Platzherren im zweiten Durchgang nach Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Gregor Kienel mit dem 1:1 ab. „Das heutige Spiel hat gezeigt, dass wir auch im Landespokal gegen Wismar für eine Überraschung sorgen können. Die Vorfreude auf dieses Spiel ist riesig“, erklärte Hagen Reeck.