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VFC Anklam feiert Dusel-Sieg

Die Anklamer Verbandsliga-Kicker um Christoph Gehrke (links) siegten gegen den Greifswalder SV mit 2:0.
Die Anklamer Verbandsliga-Kicker um Christoph Gehrke (links) siegten gegen den Greifswalder SV mit 2:0.
Stefan Justa

Mit einem glücklichen Erfolg gegen den Greifswalder SV ist Verbandsligist VFC Anklam in die neue Saison gestartet.

Ein verheißungsvoller Start in die neue Verbandsliga-Saison ist den Fußballern des VFC Anklam geglückt. Im Vorpommern-Derby setzten sie sich vor heimischem Publikum gegen den Greifswalder SV durch Tore von Damian Staniszewski und Toni Rabe mit 2:0 (0:0) durch. „Jetzt trägt die harte Arbeit in der Vorbereitung Früchte“, sagte Verteidiger Stefan Kreutz.

Nach einem dreifachen Punktgewinn der Peenestädter sah es bis zur 81. Minute allerdings nicht aus. „Es war ohne Frage ein glücklicher Sieg. Wenn das Spiel Unentschieden endet, können wir uns nicht beklagen“, sagte VFC-Trainer Hagen Reeck, während GSV-Coach Matthias Martens von einer völlig unnötigen Niederlage sprach: „Wir haben es nach der Pause versäumt, unsere hochkarätigen Chancen zu nutzen.“ Seine Mannschaft erwischte vor knapp 300 Zuschauern den besseren Start, vergab aber zwei gute Möglichkeiten. Dagegen kam die Anklamer Offensiv-Abteilung erst nach einer halben Stunde in Tritt. Neuzugang Michal Protasewicz, der in seinem ersten Pflichtspiel für die Peenestädter zu den Besten zählte, glänzte in drei Situationen als Vorbereiter, Damian Staniszewski (29./33.) und David Gleißner (31.) brachten den Ball aber nicht im Greifswalder Kasten unter.

Anklamer agieren zu hastig

Richtig Fahrt nahm das Derby erst nach dem Seitenwechsel auf. Beide Teams drückten auf den Führungstreffer, vernachlässigten dabei allerdings die Abwehrarbeit. „Wir haben phasenweise viel zu hastig agiert. Die Jungs wollten mit dem Kopf durch die Wand“, ärgerte sich Reeck, der in der Schlussphase ein glückliches Händchen bewies. Obwohl Staniszewski platt wirkte und kaum noch nach hinten arbeitete, wechselte der 53-Jährige den polnischen Torjäger nicht aus. „Ich hatte die Hoffnung, dass Damian noch einmal in Szene gesetzt wird. So kam es dann auch“, sagte der VFC-Trainer. Nach starker Vorarbeit von Protasewicz setzte sich Staniszewski in der 81. Minute gleich gegen zwei GSV-Verteidiger durch und schob überlegt zum 1:0 ein.

Anschließend hatte der Gastgeber allerdings jede Menge Dusel, als die Greifswalder nach einem dicken Patzer von Kreutz nur den Pfosten trafen (85.) und wenig später einen weiteren Hochkaräter versiebten. Besser machte es in der Schlussminute Rabe, der mit dem 2:0 für die Entscheidung sorgte. Vorausgegangen war ein Fehler von GSV-Keeper Stefan Moritz, der den Ball nach einem Schuss von Gregor Kienel nicht festhalten konnte. „In der vergangenen Saison haben wir die ersten Spiele überzeugt und sind trotzdem als Verlierer vom Platz gegangen. Da nehme ich es gerne in Kauf, dass wir heute glücklich gewonnen haben“, sagte Hagen Reeck