Vollsperrung

Sechs Verletzte bei Unfall auf A20 nahe Jarmen

Auf Höhe der Abfahrt Jarmen ist es am Freitagnachmittag zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt.
Christoph Schoenwiese Christoph Schoenwiese
Eines der beteiligten Fahrzeuge lag auf dem Kopf.
Eines der beteiligten Fahrzeuge lag auf dem Kopf. Stefan Hoeft
Mehrere Autofahrer mussten aus ihren Fahrzeugen gerettet werden.
Mehrere Autofahrer mussten aus ihren Fahrzeugen gerettet werden. Stefan Hoeft
Zwei Fahrzeuge kamen bei Jarmen komplett von der Fahrbahn ab.
Zwei Fahrzeuge kamen bei Jarmen komplett von der Fahrbahn ab. Stefan Hoeft
Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz.
Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. Stefan Hoeft
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Jarmen.

Auf der A 20 in Höhe Jarmen ging am Freitag über viele Stunden gar nichts mehr. Auf allen Fahrspuren in Richtung Stralsund stand der Verkehr.

Gegen 14.15 Uhr war es unmittelbar hinter der Brücke, die über die Autobahn führt, zum Zusammenstoß von zwei Autos gekommen. Eines der Autos überschlug sich dabei und blieb am rechten Fahrbahnrand auf dem Dach liegen. Ein Lastwagenfahrer übersah kurz darauf das Stauende, sodass es zu weiteren Zusammenstößen kam. So schilderte Gerhard Vockelmann, Wehrführer der Feuerwehr Jarmen, am späten Freitagnachmittag den Unfallhergang. 

Insassen eingeklemmt

Vom Unfall betroffen waren ein Lastwagen und insgesamt vier Pkw. Zwei Insassen eines Autos wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Laut dem Jarmener Wehrführer mussten hydraulische Geräte eingesetzt werden, um die beiden eingeklemmten Insassen aus dem Auto zu befreien. Verletzt wurden noch vier weitere Personen, die sich allerdings selbst aus ihren Unfallautos befreien konnten. Die sechs verletzten Personen wurden in die Krankenhäuser nach Greifswald und Neubrandenburg gebracht.

Neben der Freiwilligen Feuerwehr Jarmen und der Gützkower Feuerwehr waren mehrere Notärzte im Einsatz. Auch ein Rettungshubschrauber, der aus Angermünde kam, war vor Ort. Der Verkehr wurde schließlich von der Autobahn abgeleitet und über die Bundesstraße 110 und die parallel zur Autobahn verlaufenden Landesstraße umgeleitet. Die Autobahn in Richtung Stralsund blieb vor allem deshalb so lange voll gesperrt, weil der Schwerlasttransporter nicht mehr fahrbereit war, wie Gerhard Vockelmann erklärte. So mussten unter anderem die Antriebswellen herausgeschraubt werden, um ihn von der Fahrbahn zu bekommen. Eine aufwendige Prozedur. Danach galt es noch, die ausgelaufenen Betriebsstoffe von der Fahrbahn zu beseitigen. Alle beteiligten Autos wurden durch den Unfall wohl schwer beschädigt. Wie hoch die Schadenssumme ist, war am Freitagabend noch nicht bekannt.