Achtungszeichen

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Traktor-Kicker beißen sich oben fest

Was Traktor-Trainer Heiko Sprenger (vorne) im Moment von seinem Team zu sehen bekommt, lässt wenig Wünsche offen.
Was Traktor-Trainer Heiko Sprenger (vorne) im Moment von seinem Team zu sehen bekommt, lässt wenig Wünsche offen.
Eckard Berndt

Das nennt man wohl einen Lauf: Den dritten Sieg in Folge ohne Gegentor feierten die Pentzer Fußballer in Penkun. Für einen Pentzer endete die Partie jedoch blutig.

Am 9. Spieltag der Fußball-Landesliga-Ost hat der SV Traktor Pentz ein weiteres Achtungszeichen gesetzt. Beim bisherigen Tabellendritten Penkuner SV Rot-Weiß gelang dem Team nach einer bemerkenswerten Leistung ein 2:0-(2:0)-Erfolg.

Von Beginn an spielte Pentz schnelle Angriffe, die jedoch durch fragwürdige Schiedsrichterpfiffe wegen Abseits abgepfiffen wurden. Aus einer sicheren Abwehr heraus entwickelten die Pentzer ein schnelles und durchdachtes Kombinationsspiel. Die erste gefährliche Aktion der Gastgeber klärten Christoph Brandt und Felix Plamann mit vereinten Kräften. Nach knapp einer Viertelstunde stürmte Jan Breul über Linksaußen, ließ seine Gegenspieler stehen und fand Johannes Richter. Dieser schlug einen Haken und schoss zur Pentzer Führung ein.

In der 23. Minute setzte sich Philipp Meier gegen mehrere Gegenspieler durch, bediente Jan Breul mit präzisem Pass und dieser traf zum 0:2. Weitere Großchancen der Pentzer folgte. Nach einem Solo wurde Christoph Brandt grob gefoult und kurz danach vergab Philipp Meier knapp. Penkun kam nur sporadisch vors Pentzer Tor. Eine gute Möglichkeit vereitelte der laufstarke Jan Breul, als er in der Abwehr aushalf. Kurz vor der Pause vergab erneut Philipp Meier freistehend vor dem Tor das sichere 0:3.

Zunächst waren die Gäste nach der Pause noch am Drücker, vergaben weitere Großchancen - unter anderem schoss Johannes Richter einen Elfmeter neben das Tor. Dann setzte Penkun alles auf eine Karte und Pentz phasenweise unter Druck. Doch Alexander Brandt und der ausgezeichnete Felix Plamann stachen in der Pentzer Abwehr heraus und beherrschten ihren Strafraum. Pentz nahm den Kampf an, fand wieder zu beeindruckenden Kombinationen. Dustin Gehrmann mit einem Pfostenkracher und Marco Sprengers Heber übers Tor hätten frühzeitig alles klarmachen können.

Zehn Minuten vor Schluss dann ein bitterer Wehrmutstropfen für Pentz, als Kapitän Andreas Muth blutüberströmt nach einem harten Kopfzusammenstoß ausfiel und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Trainer Heiko Sprenger sagte zur Partie: "Ein überragendes Spiel unsererseits, Kompliment an die gesamte Mannschaft. "

SV Traktor Pentz: R. Zander, A. Brandt, P. Plamann, F. Plamann, Klück (46. M. Zander), C. Brandt, Meier, Richter, A. Muth (80. A. Gehrmann), Breul (69. D. Gehrmann), Sprenger