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Wann darf Demmin wieder jubeln?

Grund zur ausgelassenen Freude hatten die Demminer Handballer in dieser Saison bisher selten.
Grund zur ausgelassenen Freude hatten die Demminer Handballer in dieser Saison bisher selten.
Archiv/Mark Berger

Die Handball-MV-Liga geht am Sonnabend wieder in die Vollen. Der SV Einheit Demmin  will weg vom Makel „angriffsschwächstes Team der Liga“. Gelingen soll das gegen den HC Empor Rostock II.

Mit Rückenwind ins neue Jahr? Auftrieb jedenfalls können die MV-Liga-Handballer des SV Einheit Demmin dringend gebrauchen. Nach einer sehr mäßigen Hinrunde mit nur drei Siegen in neun Partien haben die Schützlinge von Trainer Peter Ritzrau bereits am Sonnabend Gelegenheit zur Statistik-Korrektur. Zu Gast beim Vorletzten ab 17 Uhr in der Darguner Sporthalle ist der Sechste HC Empor Rostock II.

„Wir wollen endlich eine Serie starten und unseren wenigen, aber treuen Zuschauern in Dargun einen Sieg bieten. Wenn wir einen Lauf haben, können wir gegen jeden gewinnen“, lautet die Kampfsansage von Coach Peter Ritzrau. Das nötige Selbstvertrauen könnte unter andrem ein Trainingsspiel gegen die Verbandsliga-Mannschaft des SSV Einheit Teterow liefern, das vor Wochenfrist deutlich gewonnen wurde. „Ich bin sehr dankbar, dass das geklappt hat. Denn es ist wichtig, dass die Jungs viel spielen und ihren Rhythmus bekommen. Hoffentlich können wir etwas von der Stimmung mitnehmen“, so der 38-Jährige.

Dabei liegen die Defizite bei den Hansestädtern klar auf der Platte: Die Abteilung Attacke ist bisher nicht mehr als ein laues Lüftchen, 211 erzielte Treffer bedeuten Minus-Spitzenwert in der höchsten Handball-Spielklasse des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Es mangele, so Ritzrau, unter anderem auf den Königspositionen Rückraum links und Rückraum rechts an Erfahrung und Selbstvertrauen. Da seien viele Gespräche nötig und der Trainer auch als Motivator und Psychologe gefragt.