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FSV verliert Kellerduell

Die rot gekleideten Malchiner bleiben dem Tabellenkeller stecken.
Die rot gekleideten Malchiner bleiben dem Tabellenkeller stecken.
Florian Ferber

Im Duell der Sorgenkinder gegen den TSV Friedland 1814 verpasst Fußball-Verbandsligist FSV 1919 Malchin den Kurswechsel vor eigenem Publikum.

Schönreden ist nicht. Jedenfalls nicht, wenn man gerade von einem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt ausgeknockt wurde – und das auch noch auf eigenem Platz. „Die zweite Halbzeit war indiskutabel und abstiegsreif“, befand ein sichtlich enttäuschter Martin Bauer aus dem Vorstand von Fußball-Verbandsligist FSV 1919 Malchin nach dem bitteren 2:3 (2:2) gegen den TSV Friedland 1814. Auch beim Gegner wusste man die Partie realistisch einzuordnen. Trainer Heinz Dahms sprach nach dem Schlusspfiff von „keinem schönen Sieg“ und „ein bisschen Not gegen Elend“.

Immerhin bot „das Elend“ den 120 Zuschauern in den ersten 45 Minuten einigen Unterhaltungswert mit dem besseren Start für die Gastgeber. Die profitierten in der 9. Minute beim 1:0 durch Hannes Jähnke von einem zu zögerlich agierenden TSV-Keeper Stefan Metelmann und einer kollektiv verwirrten Friedländer Defensive. Vulkan Heinz Dahms stand am Seitenrand mehrmals kurz vor der Explosion. Doch der Aufsteiger fand die passenden Antworten. Denis Schmidt per Strafstoß (19.) und Robert Linse (23.) drehten das Spiel. „Wir haben ganz gut angefangen, aber die zwei billigen Gegentore mussten nicht sein“, ärgerte sich Martin Bauer. Gleiches durfte auf der anderen Seite auch für den Sofort-Ausgleich gelten, bei dem erneut Jähnke schnell schaltete und Metelmann keine Glanzfigur abgab (24.).

Die zweiten 45 Minuten entsprachen dem Tabellenstand beider Teams. David Kühn, der den Ball aus einiger Entfernung an Malchin-Keeper Steven Schwartz vorbei ins Tor murmelte (67.), bescherte den Gästen den zweiten „Dreier“. „Es war ein aufregendes Spiel. Aber am Ende haben wir etwas mehr Willen gezeigt“, gab ein relaxter Gäste-Coach Heinz Dahms mit Normalpuls zu Protokoll. „Wir waren in der zweiten Hälfte vorne zu planlos, haben keine zwingenden Aktionen zustande gebracht, nur Zufallsprodukte. Und Kleinigkeiten werden in der Verbandsliga bestraft“, so ein ernüchterter Martin Bauer.