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Das Müritz-Team überwintert "an der Sonne"

Der wuchtige Kopfball des Warener Mannschaftskapitäns Guido Timper ging hier nur an die Torlatte des Bentwischer Gehäuses.
             
Der wuchtige Kopfball des Warener Mannschaftskapitäns Guido Timper ging hier nur an die Torlatte des Bentwischer Gehäuses.  
Jens-Uwe Wegner

Der SV Waren 09 hat sein Heimspiel in der Fußball-Verbandsliga gegen den FSV  Bentwisch gewonnen und den Vorsprung in der Tabelle verteidigt.

Mit einem knappen, aber in jeder Hinsicht verdienten 1:0-Erfolg über den FSV Bentwisch hat sich die Fußball-Verbandsligamannschaft des SV Waren 09 als Tabellenführer in die Winterpause verabschiedet. Da das Spiel des FC Anker Wismar ausgefallen ist, beträgt der Vorsprung zur Zeit sogar sieben Punkte auf den Zweitplatzierten von der Ostsee.

Schon in der ersten Halbzeit wurde viermal das Bentwischer Gehäuse getroffen. Insbesondere Guido Timper verfehlte das Tor mehrfach knapp.

Die schwierigen und rutschigen Platzverhältnisee - der Kunstrasenplatz war nur im Fünfmeterraum geräumt worden- machte beiden Teams zu schaffen. Das aber mehr den offensiv agierenden Warenern, während die Bentwischer sich in der Abwehr gut verkauften, und die eigene Hälfte fast nicht verließen. Doch zumindest in der ersten Halbzeit hatten die Gäste damit Glück. Selbst, als sie Guido Timper von den Beinen holten und Stefan Voss zum Elfmeter antrat, denn der setzte den Ball an den rechten Pfosten.Tobias Täge machte es in der zweiten Halbzeit dann besser. Obwohl er selbst gefoult worden war, schritt Täge zum Punkt und knallte das Leder zum 1:0 (75.) in die Maschen. 09-Coach Stefan Karow zeigte sich zufrieden:

„Bei diesen schwierigen Platzverhältnissen kann ich meiner Mannschaft keine Vorwürfe machen. Sie hat versucht, auf diesem Geläuf Fußball zu spielen und die Jungs hatten 95 Prozent Ballbesitz“, bilanzierte er und bedankte sich bei den 200 Zuschauern, die trotz der Kälte das Spiel sehen wollten.

Vor dem Spiel wurde der beliebte 09-Abwehrspieler Stefan Haase vom Vorsitzenden Fred Bethke und dem Vorstandsmitglied Stephan Zickuhr verabschiedet. Stefan Haase ist ein waschechtes „Eigengewächs“ des SV Waren 09. So ist im Spielerpass das Jahr 1990 als Eintrittsdatum des heute 29-jährigen Haase vermerkt, der schon früh von seinen Trainern den Spitznamen „Häschen“ bekam. Nun erhielt er zum Abschied einen Präsentkorb und ein Trikot mit „seiner“ Nummer neun.Stefan Haase machte deutlich, dass es ihm sehr schwer falle, den Verein zu verlassen. Er wohne und arbeite aber schon länger in Rostock und könne das mehrfache Training in der Woche inklusive der langen Fahrzeiten nicht mehr mit dem Beruf in Einklang bringen. Die Frage, ob er woanders Fußball spielen wird, ließ Haase allerdings offen.