:

Malchower hadern mit dem Schiri

Der neue Chef-Coach des Malchower SV 90, Christopher Stoll (links), mit Fußball-Obmann Bernd Sagunski auf der Pressekonferenz.
Der neue Chef-Coach des Malchower SV 90, Christopher Stoll (links), mit Fußball-Obmann Bernd Sagunski auf der Pressekonferenz.
Jens-Uwe Wegner

Der MSV 90 verliert in der Fußball-Oberliga äußerst unglücklich gegen den SV Lichtenberg 47.

Sicherlich hätte der neue Chef-Coach des Malchower SV 90 die Pressekonferenz auch gern dazu genutzt, den neugierigen Zuhörern im proppenvollen Vereinsheim seine Ziele und seine plötzliche Verpflichtung näher zu erläutern. Aber der Mann in Gelb hatte Christopher Stoll die Show gestohlen und damit das Gesprächsthema nach dem Fußball-Oberligaspiel gegen den SV Lichtenberg vorgegeben.

Vor 208 Zuschauern hatte nämlich der Unparteiische Daniel Köppen eine ausgeglichene Partie zugunsten der Gäste entschieden. Malchows Stürmer Björn Plate hatte sich bei einem Sprint über das halbe Spielfeld mit seinem Gegenspieler ein packendes Laufduell bis zum Lichtenberger Strafraum geliefert, wo er dann nach einer Berührung zu Fall kam (62.). Der Referee pfiff, und der Linienrichter machte sich schon auf den Weg zum Tor, um beim Strafstoß besser sehen zu können. Doch völlig überraschend zeigte der von der anderen Spielhälfte heran stürmende Schiedsrichter nicht auf den Punkt, sondern dem völlig verdutzten Plate die Gelbe Karte wegen einer angeblichen Schwalbe. Und da Plate zuvor schon einmal Gelb wegen Trikotziehens gesehen hatte, flog er mit der Ampelkarte vom Platz.  Kurze Zeit später wurde Marvin Bartelt im Strafraum zu Fall gebracht, ein Pfiff blieb wieder aus. Dafür ertönte der dann auf der Gegenseite, als einem Malchower Abwehrspieler der Ball an die Hand sprang. Den Strafstoß verwandelte der Berliner Sebastian Reiniger zum 0:1 (81.).

Christopher Stoll sagte: „Wir müssen trotzdem weiter arbeiten und mehrere Alternativen haben, um zu siegen. Teilweise geht es bei einigen Dingen im Training bei Null los, da habe ich mich selbst gewundert. In der Rückrunde werden sie ein ganz anderes Team sehen“, versprach er unter großem Beifall.

Malchow: Leonhardt –Häntschke, Grotkopp, Blumenthal, Mihaljlovic (75.Mahmutagic), Urgast, Bartelt, Quaschning (89. Dos Santos), Fogel, Schumski, Plate